Filminfo: Stiefbrüder
 
     
 

Kinostart: 11. September 2008

Das verwöhnte 39-jährige Mama-Söhnchen Brennan (WILL FERRELL) wohnt immer noch zu Hause bei seiner alleinerziehenden Mutter (MARY STEENBURGEN). Und auch der nicht minder verhätschelte 40 Jahre alte Dale (JOHN C. REILLY) lebt immer noch unter dem Dach seines Papas (RICHARD JENKINS). Als sich jedoch die Eltern der beiden verzogenen „Jungs“ ineinander verlieben und heiraten wollen, müssen sich die beiden wohlbehüteten Einzelkinder plötzlich mit unliebsamer Konkurrenz auseinandersetzen: ihrem Stiefbruder!

Zwei der besten Komiker Amerikas liefern sich nach ihrem gemeinsamen Auftritt in „Ricky Bobby – König der Rennfahrer“ in dieser turbulenten Nesthocker-Komödie erneut ein Lachtränen treibendes Stelldichein – und schenken sich nichts! "Saturday Night Live"-Star Will Ferrell („Schräger als Fiktion“, "Verliebt in eine Hexe", "Buddy – Der Weihnachtself"), der gemeinsam mit Regisseur Adam McKay auch das Drehbuch schrieb, und der für einen Oscar nominierte John C. Reilly („Chicago", "Aviator", "Gangs of New York", "The Hours", "Walk Hard") sorgen in DIE STIEFBRÜDER dafür, dass das Wort Familie eine ganz neue Bedeutung bekommt. Zumal Erfolgsproduzent Judd Apatow bereits mit „Jungfrau (40), männlich, sucht …“ bewiesen hat, dass er ein Händchen für Geschichten hat, die das Leben schrieb.

 

Will Ferrell, der Star der Komödie DIE STIEFBRÜDER, charakterisiert die beiden Hauptfiguren des Films, indem er sie als zwei erwachsene Männer in einem andauernden Zustand gehemmter Entwicklung beschreibt: „Dale und Brennan sind nie über ihre jugendliche Vorstellung hinausgekommen, was cool ist, wie man sich als Erwachsener die Zeit vertreibt, was man unterhaltsam findet. Es hat viel Spaß gemacht, sich damit auseinanderzusetzen und zu überlegen, wie es wohl wäre, wenn man mit 40 tatsächlich der Typ geworden wäre, wie man sich das mit 13 ausgemalt hat.“

Nachdem das Trio bereits bei Talladega Nights: The Ballad of Ricky Bobby (Ricky Bobby – König der Rennfahrer, 2006) erfolgreich zusammengearbeitet hatte, schlossen sich die Stars Will Ferrell und John C. Reilly sowie Regisseur Adam McKay für DIE STIEFBRÜDER erneut zusammen. Unmittelbar nach Ende der Dreharbeiten von Talladega Nights befanden Ferrell, Reilly und McKay übereinstimmend, dass die Erfahrung kreativ so befriedigend war, dass man sie unbedingt schnell wiederholen wollte. „Wir trafen uns, gingen Abendessen und spielten uns gegenseitig Ideen und Vorschläge zu“, erinnert sich Ferrell.

„Als wir an Talladega Nights arbeiteten, erwiesen sich jene Szenen als am lustigsten, die ganz locker und spontan entstanden waren – wie die ,Baby Jesus‘-Szene am Esstisch“, meint McKay. „Das war eine Szene, die im Zusammenhang mit unserer Geschichte, die wir erzählten, keine besondere Rolle spielte. Es ging einfach nur darum, die Figuren kennenzulernen und einen bestimmten Stil zu etablieren. Deshalb war es wichtig für uns, wie bei Talladega Nights eine Idee zu finden, die locker genug war, gleichzeitig aber auch als Motor für eine Geschichte taugen musste.“

Bei dem Abendessen hatten die drei „seitenweise witzige Einfälle, alle ziemlich solide, aber auch irgendwie einengend“, sagt McKay. Als er sich am nächsten Tag wieder hinsetzte, um nach einer zündenden Idee zu suchen, wurde er von der Muse geküsst. „Einer von uns hatte ein Etagenbett für seine Kinder erwähnt, und ich dachte: ,Das ist es!‘ Zwei erwachsene Typen, die immer noch zu Hause leben, deren Eltern heiraten, und jetzt müssen sie ein Zimmer teilen.“

„Als Adam uns seine Idee unterbreitete, sprangen wir voll darauf an“, erzählt Reilly. „Stellen Sie sich vor, Ihre Kinder würden niemals wirklich erwachsen werden und nie ein eigenes Zuhause suchen. Ich meine, ich liebe meine Kinder, aber ich hoffe inständig, dass sie eines Tages groß werden und irgendwann auf eigenen Beinen stehen können.“

„Was macht man, wenn die eigenen Kinder völlig daneben sind?“, fragt Produzent Judd Apatow. „Richard Jenkins und Mary Steenburgen spielen die Eltern. Was an ihren Auseinandersetzungen so unglaublich komisch ist, ist die Tatsache, dass sie wirklich nicht wissen, was sie tun sollen. Interessanterweise ist das Problem ziemlich weit verbreitet: Wie kriegt man seine Kinder dazu, endlich das Elternhaus zu verlassen?“

„Brennan und Dale trauen einander nicht über den Weg. Keiner von beiden ist auch nur im geringsten über die neue Situation erfreut“, meint Ferrell. „Das ändert sich am Abend, an dem Dale Brennans jüngeren Bruder Derek kennenlernt, der mit seiner Familie zu Besuch kommt. Derek ist das komplette Gegenteil von Brennan. Er ist erfolgreich, attraktiv, das Glück ist auf seiner Seite. Und er hat Brennan Zeit seines Lebens die Hölle heiß gemacht. Dale eilt Brennan zu Hilfe und versetzt Derek einen Fausthieb. Von da an sind Dale und Brennan unzertrennlich.“

Reilly erklärt die besondere Form von Ichbezogenheit, die seine Figur ausmacht. „Dale leidet an einer ganz eigenen Art von extremer Entwicklungshemmung. Sein Vater ist ein erfolgreicher Arzt, weshalb Dale niemals für irgendetwas arbeiten musste. Er steht einfach auf die Sachen, die ihm gefallen. Alles andere interessiert ihn nicht. Er steht auf Schlagzeug, Steinschleudern, Karate und Feuerwerk. Er ist ein Typ, der findet, dass er ohnehin das tollste Leben führt, das man sich vorstellen kann. Warum sollte er sich also mit Arbeit herumquälen?“

Obwohl sie die „Kids“ spielen, findet Will Ferrell, dass eigentlich zwei andere Figuren im Mittelpunkt von DIE STIEFBRÜDER stehen, die den zentralen Konflikt der Geschichte auszufechten haben. „Als wir mit der Arbeit an dem Drehbuch begannen, ließen wir uns alle möglichen verrückten Szenarien für Auseinandersetzungen zwischen zwei Brüdern einfallen – jedes jugendlich-kindische Szenario war prima, solange wir nur darüber lachen mussten“, erklärt Ferrell. „Aber je länger wir an der Story bastelten, desto mehr begannen wir uns mit den Eltern zu identifizieren.“

McKay berichtet, dass Ferrell und er beim Verfassen ihrer Drehbücher als ersten Schritt stets mit Improvisation beginnen. „Es ist, als stünden wir auf der Bühne. Er spielt eine Figur, ich übernehme einen anderen Part, und dann geht es hin und her“, sagt der Autor und Regisseur. „Unser Ziel ist es, sich etwas einfallen zu lassen, das den anderen zum Lachen bringt. Wir schlagen Haken, verwerfen Ideen wieder. Ich lege mich auf den Boden und sage alles, was mir gerade in den Sinn kommt, während Will das Brauchbare niederschreibt. Er bringt das alles in einen sinnvollen Zusammenhang. Dann tauschen wir die Rollen. Ich schreibe die Szenen noch einmal um und er sitzt auf der Couch und lässt sich verrückte Sachen einfallen.“

„Ich kenne Adam mittlerweile seit zwölf Jahren“, sagt Ferrell. „Wir haben beide zur gleichen Zeit bei ,Saturday Night Live‘ angefangen. Er hatte davor lange eine Karriere als Comedian auf der Bühne, seine Spezialität war die Improvisation. Erst später hat er sich ausschließlich auf das Schreiben konzentriert. Ich glaube, dass das seinen Inszenierungsstil stark beeinflusst hat. Das gibt einem eine große Freiheit.“

 
     
 
 
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