Filminfo: Die fast vergessene Welt
 
 

Kinostart: 1. Oktober 2009

„Die fast vergessene Welt“ basiert auf dem von den TV-Ikonen Sid & Marty Krofft kreierten Serien-Klassiker „Land of the Lost“ .

Um diese mystische Welt aufleben zu lassen, schart Regisseur Silberling („Lemony Snicket – Rätselhate Ereignisse”) ein hochkarätiges Team vor und hinter den Kameras um sich, darunter den Oscar-preisgekröntne Kameramann Dion Beebe („Die Geisha“, „Chicago“), Komponist Michael Giacchino („Star Trek“), Kostümdesigner Mark Bridges („There Will Be Blood“) und natürlich den amerikanischen Über-Komiker und Ex-„Saturday Night Live“-Star Will Ferrell („Ricky Bobby - König der Rennfahrer“, „Die Eisprinzen“) in der Rolle des etwas unterbelichteten Forschers Rick Marshall. Der nämlich wurde durch ein Raum-Zeit-Vortex eingesaugt und ist an einem Ort gelandet, an dem spektakuläre Landschaften und überlebensgroße Komödie garantiert sind – „Die fast vergessene Welt“.

Eine haarsträubend-witzige Genre-Parodie, die sich in ihren besten Momenten sogar selbst auf die Schippe nimmt. Mega-Fun mit einem Will Ferrell, der sich – augenzwinkernd - im Sekundentakt zum Narren macht. Ein grandioser Familienspaß!

 

Der ehemalige Wissenschaftler Dr. Rick Marshall (Will Ferrell) - seines Zeichens ein Mann, der intellektuell ziemlich unbewaffnet durchs Leben geht - wird völlig unverhofft in ein Alternativ-Universum geschleudert, in dem es von gefräßigen Dinosauriern und anderen fantastischen Kreaturen nur so wimmelt. Da dämmert es selbst einem Rick Marshall, dass er unverzüglich damit beginnen muss, ums Überleben zu kämpfen. Ebenfalls durch den kosmischen Strudel gezogen wurden die neunmalkluge Forschungsassistentin Holly (Anna Friel) und der hinterwäldlerische Outdoor-Freak Will (Danny McBride), die Marshall in diesem utopischen Fantasy-Kosmos zur Seite stehen.

Gejagt vom T-Rex Grumpy und belauert von fürchterlich lahmen Einhorn-Reptilien (den „Sleestaks“) versuchen Rick, Will und Holly mit allen Mitteln einen Ausweg zu finden – und können sich dabei eigentlich nur auf einen einzigen Verbündeten verlassen: nur mit Hilfe des Höhlenjungen Chaka (Jorman Taccone) können sie nämlich aus der Zwischendimension entkommen. Entweder sie schaffen es aus dieser schief gelaufenen Routine-Expedition zurück in die Gegenwart und werden dann als Helden gefeiert. Oder sie sind dazu verdammt, Dauerflüchtlinge in „Die fast vergessene Welt“ zu bleiben…

Im Jahr 1940 schmuggelte Sid Kroffts Vater seinen kleinen Sohn in ein Kino, um den Abenteuer-Klassiker „Tumak, der Herr des Urwalds“ von Hal Roach zu sehen. Das Leben des Kleinen sollte nie wieder dasselbe sein. „Der Film hat mich sehr beeindruckt, und seitdem wollte ich eine Show mit Dinosauriern machen“, erinnert sich Krofft. „Daher stammt auch die Idee zu ‚Land of the Lost’“.

Die TV-Serie „Land of the Lost“ – die fünfte Show von Sid & Marty Krofft – wurde 1974 zum ersten Mal ausgestrahlt. Im Laufe von drei Jahren und 43 Episoden schnappten sich die jungen Zuschauer stets ihre Cornflakes-Schüsseln und folgten gebannt den Abenteuern von Dr. Rick Marshall und seinen Kindern, Will und Holly. Der Park-Ranger war auf einer Routine-Kanufahrt mit seinen Kindern in einen Wasserfall gestürzt und hatte ein Zeitportal durchquert… So waren die drei in einem Land angekommen, das kein TV-Zuschauer jemals zuvor zu Gesicht bekommen hatte: Dinosaurier, Aliens und sämtliche Dinge aus der Vergangenheit und der Zukunft kollidierten dort miteinander, und die jungen Zuschauer klebten jeden Samstagmorgen vor dem Bildschirm.

Sid & Marty Krofft sind bekannt als Schöpfer so beliebter TV-Serien wie „H.R. Pufnstuf“, „Lidsville“, „Sigmund and the Sea Monsters“, „The Bugaloos“, „Dr. Shrinker“ und „Electra Woman and Dyna Girl“; den Erfolg ihrer vielen Sendungen, besonders „Land of the Lost“, schreiben beide einem Motto zu: „Halte dich an ein einfaches Konzept.“ Produzent Marty Krofft erklärt hierzu: „Es sind ganz normale Menschen, die in diesem außergewöhnlichen Land voller Kreaturen und mit drei Monden gelandet sind. Wir haben nie vergessen, wie wichtig die Geschichte war, und es war uns auch sehr wichtig, den Sauriern Namen und eine Persönlichkeit zu geben – denn es war das erste Mal, dass es Dinosaurier im Fernsehen zu sehen gab.“

„Die fast vergessene Welt“ nahm seinen Weg vom Fernsehen auf die Kinoleinwand schon vor einigen Jahren. Produzent Jimmy Miller sprach das Autoren-Duo Dennis McNicholas und Chris Henchy an, ob sie den TV-Klassiker von Sid & Marty Krofft auf einen Spielfilm übertragen wollten – und hatten als Hauptdarsteller bereits Will Ferrell im Auge. Miller ist der Manager von Ferrell und Henchy – sowie der Kroffts – und er wusste genau, dass McNicholas und Henchy über die komödiantische Sensibilität verfügen, um das Projekt als Action-Komödie zu gestalten.

Über mehr als ein Jahrzehnt hinweg hatte McNicholas während der gemeinsamen Zeit bei „Saturday Night Live“ für und mit Ferrell geschrieben, und die Krofft-Brüder lieferten Beiträge von unschätzbarem Wert bei der Ausarbeitung der verzwickten Hintergrundgeschichte, während das Autoren-Team die Welt von „Die fast vergessene Welt“ neu auferstehen ließ. McNicholas erinnert sich: „In den letzten 18 Jahren habe ich auf diese Aufgabe hingearbeitet. Als ich im Kindergarten war, hatte ich eine „Land of the Lost“-Butterbrotdose. Als Adam McKay, Will und ich bei „Saturday Night Live“ waren, haben wir so oft wie möglich Sleestak-Gags eingebaut. Jetzt habe ich die Gelegenheit beim Schopf gepackt.“

Sein Ko-Autor hat ebenso schöne Erinnerungen an die TV-Serie; Henchy sagt: „Als Kind habe ich mir die Serie immer angeschaut. Meine Eltern haben mir Samstagmorgens ständig gesagt, ich sollte den Fernseher ausmachen, also hat das Thema auch in mir seit Jahren gebrodelt.“ Als eingefleischte Fans bestanden die Drehbuchautoren darauf, die TV-Serie zu respektieren, wollten aber „Die fast vergessene Welt“ auch updaten, damit es nicht auf ein „Malen-nach-Zahlen“-Abziehbild hinauslief. So wurden Marshall, Will und Holly als drei überrumpelte Abenteurer wieder eingeführt, die zusammenhalten müssen, um in einer verrückten Welt zu überleben.

„Wir haben unsere Kindheitserinnerungen an die Serie „Land of the Lost“ als Richtschnur benutzt und gleichzeitig versucht, mit der umfassenden kosmischen Komplexität der Serie Spaß zu haben, ohne uns nur auf Saurier-Jokes zu beschränken“, meint McNicholas. Da sie wussten, dass Ferrell die Hauptrolle übernehmen würde, konnten die Autoren auch die Grenzen der Comedy erweitern. Das Autoren-Duo ging nicht nur davon aus, dass es der Komödie gut bekommen würde, aus der ursprünglichen Familie drei unabhängige Erwachsene zu machen, die gezwungen werden zusammenzuarbeiten, sondern wusste auch, dass der Film alle Elemente eines aufregenden Abenteuers bekommen musste. Henchy meint: „Unser Mantra lautete, dass, wenn man die komödiantischen Aspekte wegließe, es noch immer ein tolles Abenteuer sein sollte – und umgekehrt. Das war uns sehr wichtig.“

Nach ersten Gesprächen mit seinem Team war sich Ferrell sicher, dass er bei diesem Projekt mit von der Partie sein wollte. Ferrell erklärt: „Als Kind war die Serie „Land of the Lost“ hundertprozentig eine meiner Lieblingssendungen. Wenn man an das Fernsehprogramm am Samstagvormittag in den 70er Jahren denkt, gab es meist „Bugs Bunny“ und komische Zeichentrickfilme. Und dann war da dieser Vater mit zwei Kindern und Dinosauriern und verrückten Dingen, wie in einem echten Film. Und die Effekte sahen in meinen neunjährigen Kinderaugen natürlich atemberaubend aus.“

„Die große Frage lautete“, fährt Ferrell fort, „sollten wir den Weg der TV-Serie gehen und Sleestak so zeigen, dass man den Reißverschluss auf seinem Rücken erkennen kann, oder nehmen wir uns „Jurassic Park“ zum Vorbild und pfeffern es mit Comedy auf?“ Glücklicherweise sollte ein Meeting mit einem langjährigen Mitarbeiter dieses Dilemma lösen.

Im Frühjahr 2007 trafen sich die alten Freunde Ferrell und Filmemacher Brad Silberling zum Mittagessen. Ferrell erzählte Silberling, dass er an „Die fast vergessene Welt“ arbeitete und ihn mit an Bord holen wollte. Der Regisseur, der einige Jahre zuvor mit „Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse“ bereits ein Fantasy-Spielfilm-Abenteuer realisiert hatte, verfügte über ganz eigene, liebgewonnene Erinnerungen an Marshall, Will, Holly, Chaka und den Sleestak. „Ich gehöre zur Generation, die „Land of the Lost“ jeden Samstagmorgen im Pyjama angeschaut hat“, erzählt Silberling. „Es klang wie eine brillante Idee, daraus einen Spielfilm zu machen. Dass man dabei auch etwas wagen sollte, sich die geliebten Vorbilder schnappen und sie mit Humor kombinieren konnte, das waren genau die richtigen Zutaten.“

Dem Regisseur war es wichtig, die Original-Serie zu respektieren und gleichzeitig ein neues Kapitel für die Welt von „Die fast vergessene Welt“ aufzuschlagen. „Ein Unterfangen wie dieses sollte man mit Kühnheit anpacken. Als Kind war ich ein treuer Fan der Serie, und ich hatte meine eigenen, emotionalen Reaktionen darauf, also sehe ich mich schon als geeigneten Botschafter des Spielfilms“, sagt Silberling. Es war ihm bewusst, dass, wenn er die Regie übernehmen sollte, sowohl die Darsteller als auch die Crew mitziehen sollten hinsichtlich „des Humors im Vergleich zu dem, was die Original-Serie verkörperte“ und verstehen mussten, dass „das Samstags-Vormittags-Fernsehen seine Grenzen hatte“, erinnert er sich an die Worte von Sid & Marty Krofft.

Silberling traf sich mit den Verantwortlichen bei Universal um die Regiefrage zu besprechen und merkte an, dass er als Regisseur für „Die fast vergessene Welt“ so viele echte Sets wie nur möglich nutzen wollte. Der Deal wurde abgeschlossen und sofort wurden Stages in den Universal Studios reserviert. Im Sommer 2007 kam der vier Mal für den Oscar nominierte Produktionsdesigner Bo Welch an Bord, und umgehend waren auf sechs Sound Stages die Bauarbeiten in vollem Gange.

Genau wie Ferrell war auch Marty Krofft sehr zufrieden mit der Wahl des Regisseurs: „Brad Silberling hat ein wirklich großes Herz. Er ist leidenschaftlich, er ist ein Profi und in den Details äußerst akkurat. Er hat sich um jede Kleinigkeit gekümmert… jeden Winkel, jedes Eckchen genau angeschaut. Und er ist sehr ausgeglichen, hat eine großartige Einstellung.“

Der Filmemacher arbeitete mit den Drehbuchautoren zusammen, um eine Geschichte nach dem Muster des „Zauberers von Oz“ auszuarbeiten, in der die Zuschauer gemeinsam mit Marshall, Will und Holly in das abenteuerliche ferne Land mitgerissen werden. Dieses Konzept wurde mit Elementen aus der TV-Serie „Schiffbrüchig“ verbunden, in dem die Figuren gezwungen sind, sich in einer fremden Welt häuslich einzurichten. Was also macht diesen Film witzig? Henchy meint: „Mit Comedy versus Gefahr kann man gar nicht verlieren… wenn man alles mit Abenteuer unterfüttert.“

Im neuen Spielfilm ist Marshall nun ein in Verruf geratener Quantum-Paläontologe – eine wissenschaftliche Disziplin, die Teilchenphysik und Dinosaurierstudien vermischt -, was den Sci-Fi-Ansatz der Show unterstützt. Viele der Autoren der Original-Serie hatten in den 60er Jahren auch für „Star Trek“ Drehbücher verfasst und wurden dann erfolgreiche Science-Fiction-Schriftsteller. Ferrell sagt: „Unsere Figuren denken laut, gemeinsam mit den Zuschauern, während die in diesen absurden, misslichen Situationen stecken, und das macht es so witzig. Die Dimensionen sind in jeglicher Hinsicht enorm, angefangen bei den Sets bis hin zu den visuellen Effekten. Es macht großen Spaß, die Rolle als Marshall zu spielen, denn er ist der Anführer der Gruppe – ganz egal, ob er wirklich dazu in der Lage ist oder eben nicht.“

Subtile Anspielungen auf die Original-Serie sind überall im Spielfilm zu finden. Silberling meint: „Mit den Schlüsselelementen der Serie zu spielen und Spaß zu haben, das hat diesen Spielfilm für mich interessant gemacht. Durch Will und die anderen herausragend talentierten Darsteller diese Welt betreten zu können, das war für mich bereits Grund genug, mich dem Kampf zu stellen, den eine so große Produktion bedeutet. Ich wollte in dieser Welt sein.“

 
     
 
 
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