‚In the Grey‘ Filmkritik: Hochglanz-Action mit Star-Power

Unser Urteil: Rasante Unterhaltung ohne Tiefgang

In the Grey Filmszene (c) 2026 Leonine
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Der Actionfilm „In the Grey“ startet am 21. Mai im Kino. Hier ist unsere Kritik zum Film mit Jake Gyllenhaal und Henry Cavill.

IN THE GREY wirkt, als hätte Guy Ritchie ursprünglich eine Fortsetzung zu OPERATION FORTUNE drehen wollen. Die Zutaten sind ähnlich: internationale Schauplätze, ein Team aus Spezialisten und eine Geschichte, die irgendwo zwischen Spionagefilm und Actionthriller angesiedelt ist. Allerdings erzählt Ritchie diesmal deutlich geradliniger. Der verspielte Ton und die skurrilen Einfälle vieler seiner früheren Werke fehlen fast komplett. Stattdessen setzt der Film vor allem auf Tempo und Action.

In the Grey Filmszene (c) 2026 Leonine

‚In the Grey‘: Zur Handlung – Die Jagd nach der Milliarde

Rachel ist darauf spezialisiert ist, Banken verlorene Milliarden zurückzubringen. Nachdem ein Versuch scheitert, dem Verbrecher Salazar eine Milliarde Dollar abzunehmen, übernimmt sie selbst die Mission. Gemeinsam mit ihrem Team jagt sie den Gangster – legal, aber oft auch jenseits der Grenzen des Gesetzes.

‚In the Grey‘: Eine Kritik – Coolness schlägt Spannung

Im Grunde erinnert IN THE GREY an eine auf Hochglanz polierte Version einer Serie wie LEVERAGE. Ein komplizierter Plan wird vorgestellt, kleine Probleme tauchen auf, anschließend wird alles Schritt für Schritt abgearbeitet. Ritchie inszeniert das mit enormem Tempo. Die knapp 98 Minuten vergehen tatsächlich wie im Flug, weil der Film ständig in Bewegung bleibt und kaum Leerlauf kennt.

Das Problem ist jedoch, dass hinter der eleganten Oberfläche erstaunlich wenig steckt. Die Figuren bleiben reine Funktionsträger. Sie existieren vor allem, um cool auszusehen und den nächsten Teil des Plans umzusetzen. Henry Cavill und Jake Gyllenhaal leben fast ausschließlich von ihrem Star-Charisma. Eigentlich steht Rachel, gespielt von Eiza González, im Zentrum der Handlung, doch auch sie bleibt seltsam konturlos.

Hinzu kommt, dass echte Spannung kaum entsteht. Das Team scheint seinen Gegnern jederzeit überlegen zu sein. Für jede Situation existiert bereits ein Ersatzplan, und selbst größere Probleme wirken nie wirklich bedrohlich. Die Gegner bleiben gesichtslose Statisten, die lediglich dazu dienen, ausgeschaltet zu werden.

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Fazit: Kurzweiliger Snack für Action-Fans
So bleibt IN THE GREY letztlich oberflächliche, aber durchaus unterhaltsame Actionkost. Der Film sieht gut aus, ist rasant inszeniert und macht während des Sehens Spaß. Nachhaltigen Eindruck hinterlässt er allerdings nicht. Dafür fehlt es schlicht an emotionalem Gewicht und echten Figuren.
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