‚Glennkill: Ein Schafskrimi‘ Filmkritik: Hugh Jackman und die wolligste SOKO der Welt

Unser Urteil: Charmante Ermittler auf vier Pfoten – Ein Krimispaß (fast) für die ganze Herde

zwei sehr süße Schafe gucken durchs Fenster in den Raum
Glennkill: Total Schafe Szene (c) Sony Pictures
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Die Komödie „Glennkill: Ein Schafskrimi“ startet am 14. Mai im Kino. Hier ist unsere Kritik zum Film mit Hugh Jackman.

Über Jahrzehnte scheiterte die Verfilmung von GLENNKILL, erst zuletzt kam Bewegung ins Projekt. Mit dem Skript von Craig Mazin (THE LAST OF US) entfernt sich der Film jedoch deutlich vom Roman – so sehr, dass ein völlig neuer Mordfall entsteht. Gemeinsam bleibt nur der Ausgangspunkt: der Tod des Schäfers George.

Glennkill: Schäfer George (HUGH JACKMAN) bei der Artbeit (c) Sony Pictures

‚Glennkill‘: Zur Handlung – Mord auf der Weide

George lebt für seine Herde, gibt jedem Tier einen Namen und schreibt Rebecca Hampstead einen Brief. Kurz darauf wird er nachts besucht – am Morgen ist er tot. Da der Dorfpolizist überfordert ist, ermitteln die Schafe selbst. Schließlich hat George ihnen Krimis vorgelesen. Vor allem Lilly, das klügste Tier, nimmt sich des Falls an – und merkt schnell, dass die Realität komplizierter ist als jede Geschichte.

‚Glennkill‘: Eine Kritik – Viel Witz, wenig Vorlage

Viele Details wurden verändert: Namen wie Miss Maple wurden angepasst, Figuren teils umgestaltet. Vor allem aber ist der Fall ein anderer; nur Rebecca bleibt erhalten. Die übliche Nähe zur Vorlage fehlt völlig. Dass der Film dennoch trägt, liegt an den charakterstarken Schafen und ihrem humorvollen Zusammenspiel mit Menschen.

Allerdings verliert die Adaption etwas Entscheidendes: Im Buch steht die eingeschränkte Schafsperspektive stärker im Fokus. Im Film blitzt das nur gelegentlich auf, etwa bei banalen Ängsten wie dem Überqueren einer Straße. Andere Einfälle wirken dagegen überzogen – etwa wie die Tiere Aufmerksamkeit erregen oder Unangenehmes verdrängen. Im Vergleich zur Vorlage erscheinen solche Momente eher grob als charmant.

Auch die Auflösung des Falls überzeugt weniger. Zufälle und spekulative Wendungen dominieren, das Finale bleibt überraschungsarm. Trotz dieser Schwächen bleibt GLENNKILL unterhaltsam: Hugh Jackman verleiht seiner kleinen Rolle Gewicht, während Emma Thompson und Hong Chau unterfordert wirken. Die Schafe hingegen sind hervorragend animiert und prominent besetzt – im Original etwa mit Bryan Cranston und Patrick Stewart, im Deutschen mit Bastian Pastewka und Anke Engelke. Zu den Highlights zählt Nicholas Braun als hilfloser Dorfwachtmeister.

Weitere Informationen zum Film: Details, Hintergründe, FAQs und mehr zu Glennkill

Ein unterhaltsamer Weide-Krimi
Unterm Strich ist GLENNKILL ein amüsanter Film, der hinter seinen Möglichkeiten bleibt – als möglicher Reihenauftakt aber durchaus funktioniert.
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