Unsere kleine Farm Serienkritik: Politisch korrekt

Unser Urteil: Solides, aber seltsam unauthentisches Netflix-Reboot, das im Schatten des 70er-Jahre-Klassikers steht

Unsere kleine Farm Remake 2026 (c) Netflix
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Die Familien-Serie „Unsere kleine Farm“ startet am 9. Juli bei Netflix. Hier ist unsere Kritik zur Serie.

UNSERE KLEINE FARM war einer der großen Serien-Hits der Siebzigerjahre, die auch heute noch viele Zuschauer nostalgisch zurückdenken lässt. Dass die auf den Büchern von Laura Ingalls basierende Serie Raum für einen Reboot lässt, ist nicht überraschend. Es ist viel Zeit seit der Ur-Serie vergangen. Mit der neuen, achtteiligen Serie bei Netflix versucht man nun, der Geschichte einen etwas realistischeren Anstrich zu verpassen, nur um sich dann gleich selbst ins Bein zu schießen.

Unsere kleine Farm Remake 2026 (c) Netflix

Unsere kleine Farm: Zur Handlung – Der harte Traum vom Westen

Charles Ingalls reist mit seiner Familie in den Westen. In Kansas sollen Siedler Land bekommen. Dort möchte sich die Familie ein neues Leben aufbauen, aber der Anfang ist hart. Ein Haus muss stehen, bevor der Winter kommt, es gibt Konflikte mit den Nachbarn und dann ist Catherine auch wieder schwanger. Aber von ihrem Traum von einem besseren Leben lassen sich die Ingalls nicht abbringen.

Unsere kleine Farm: Eine Kritik – Wenn heutige Moral die Geschichte ausbremst

Es mag sein, dass die Verklärung der Originalserie einfach zu groß ist, aber bei der neuen Show kommt einfach nicht dasselbe Flair auf. Auch damals befasste man sich mit durchaus unangenehmen Themen, was auch hier der Fall ist, aber es wirkte dennoch anders. Vielleicht weniger realistisch, das mag schon sein, aber als Familienserie überzeugte die Show damals mehr. Die neue Serie gibt sich einen realistischeren Anstrich, aber leidet darunter, dass man versucht, die Zeit der 1870er Jahre nach heutigen Maßstäben politisch korrekt zu zeichnen. Als Laura am Fluss eine Puppe findet, sagt sich dementsprechend: „Ich habe eine indigene Puppe gefunden.“ Sicherlich hätte ein Mädchen der damaligen Zeit so gesprochen.

Dass die Serie farbenblind besetzt ist, reißt auch immer wieder heraus. Es gab zwar auch zu jener Zeit schon POC-Ärzte, aber auch derart weit im Westen? Möglich, dennoch greift man zum Handy, um die Authentizität zu prüfen. Das Wort „Indianer“ fällt dann doch noch mal. Es tauchen auch welche auf, gesittet in westlicher Kleidung und in einem Haus lebend (ganz zu schweigen vom westlichen Namen). Auch hier wieder: Man wird herausgerissen.

Davon abgesehen ist UNSERE KLEINE FARM solide umgesetzt, lässt aber auch das gewisse Etwas vermissen.

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Details zur Serie

Kategorie Details
Streamingstart 9. Juli 2026
Format Miniserie (8 Folgen) / Netflix Original
Genre Drama / Historie / Familie / Western
Literarische Vorlage Autobiografische Buchreihe von Laura Ingalls Wilder
Figuren Charles Ingalls, Caroline Ingalls, Laura Ingalls, Mary Ingalls
Themen Pionierzeit, Besiedlung des Westens, Familie, Zusammenhalt, gesellschaftliche Modernisierung
Hauptkritikpunkt Zu moderne, politisch korrekte Sprache für das historische Setting; mangelndes Original-Flair
Fazit: Nett gemeint, aber chancenlos gegen die Nostalgie
Nett gemacht, die Erinnerung an die Serie der Siebzigerjahre ist aber übermächtig. Da kann die neue Serie nur schlechter abschneiden.
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