Eine hochspannende, humorvolle und zugleich tiefgründige Zeitreise in die jüngere deutsche Mediengeschichte erwartet das Kinopublikum am Donnerstag, dem 16. Juli 2026: Der Dokumentarfilm Was haben wir gelacht startet im Verleih von Port-au-Prince Pictures und dem Central Film Verleih in den Kinos. Mit einer Spielzeit von 96 Minuten wirft das Werk einen ebenso entlarvenden wie nostalgischen Blick auf eine prägende Ära. Unter der Regie von Eva Müller und Isabel Schneider widmet sich die Dokumentation der Unterhaltungskultur der 1990er und frühen 2000er Jahre – und wählt dabei einen radikal neuen, längst überfälligen Ansatz: Sie erzählt die Geschichte des deutschen Fernsehens konsequent aus der Frauenperspektive. Legendäre TV-Ikonen wie Maren Kroymann, Hella von Sinnen, Bettina Böttinger, Gaby Köster und Esther Schweins nehmen kein Blatt vor den Mund und reflektieren den schmalen Grat zwischen großem Entertainment und patriarchalischen Strukturen.

„Wetten, dass…?“, Schmidt und Raab – Eine Zeitreise zu den Pointen der Jahrtausendwende
Die inhaltliche Klammer von Was haben wir gelacht bildet eine der prägendsten Epochen der deutschen Popkultur: die Unterhaltungsshows der 90er und frühen 00er Jahre. Es war die Ära der gigantischen Samstagabend-Erfolge und Late-Night-Dauerbrenner. Eine ganze Generation von Fernsehzuschauern wurde durch männliche Unterhalter und deren Formate sozialisiert. Man versammelte sich für Thomas Gottschalk bei „Wetten, dass…?“, verfolgte den bissigen Intellekt der „Harald Schmidt Show“ und lachte später über die oft schonungslose Clip-Kultur von Stefan Raabs „TV total“. Doch wie hat uns dieser Humor eigentlich langfristig geprägt? Und was passiert, wenn man diese Zeit aus einer anderen Richtung betrachtet?
Der Dokumentarfilm stellt unbequeme, aber essenzielle Fragen nach dem Zusammenhang von Humor, Witz, medialer Macht und gesellschaftlicher Gleichberechtigung. Erstmals blicken die Frauen zurück, die diese Zeit aktiv mitgestaltet und den Weg geebnet haben: Maren Kroymann, Hella von Sinnen, Bettina Böttinger, Gaby Köster und Esther Schweins. Sie erinnern sich an ihr eigenes, bahnbrechendes Werk und an ein System, in dem Frauen vor der Kamera oft nur als schmückendes Beiwerk fungierten. Weibliche Kolleginnen dienten damals nicht selten als reine Stichwortgeberinnen oder selbst als Zielscheibe der Pointen – während in den Chefetagen das Vorurteil herrschte, dass weiblicher Humor ein absoluter Quotenkiller sei. In intimen, ehrlichen Interviews und anhand von reichlich historischem Archivmaterial stellt der Film die schlagfertige Frage: „Was haben wir gelacht“ – oder im Rückblick vielleicht doch nicht?
Die wichtigsten Film-Fakten
Hintergründe & Produktion: Zwischen Kult-Status und bitterer Realität
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Die Stimmen einer Revolution: Das Regie-Duo Eva Müller und Isabel Schneider versammelt für diese Dokumentation die absolute Speerspitze der weiblichen Comedy- und TV-Elite der Jahrtausendwende. Jede der Protagonistinnen brach zu ihrer Zeit auf eigene Weise Tabus: Maren Kroymann etablierte mit Nachtschwestern die erste rein weibliche Satireshow im Ersten, Hella von Sinnen brachte queere, unangepasste Comedy ins Privatfernsehen, Gaby Köster prägte den derben Ruhrpott-Humor bei RTL Samstag Nacht, Esther Schweins wurde als wandlungsfähige Parodistin gefeiert und Bettina Böttinger zeigte, wie kluge, investigative Talk-Unterhaltung funktioniert.
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Das System hinter dem Witz: Was haben wir gelacht ist keine reine Abrechnung, sondern eine analytische, oft erstaunlich heitere Bestandsaufnahme. Der Film deckt die Mechanismen der damaligen Redaktionen auf und zeigt, wie hart Frauen um Sendezeit, Respekt und die Hoheit über ihre eigenen Gags kämpfen mussten.
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Ein Spiegel für das Publikum: Durch die Konfrontation mit alten Ausschnitten regt die Dokumentation auch die Zuschauer zum Nachdenken an. Viele Witze, über die man vor 25 Jahren noch unbeschwert gelacht hat, hinterlassen heute im Kontext von Sexismus- und Machtdebatten einen ganz anderen, nachdenklichen Eindruck.
Der offizielle Trailer zu Was haben wir gelacht
FAQs
Wann startet der Dokumentarfilm „Was haben wir gelacht“ im Kino? Der Film läuft ab Donnerstag, dem 16. Juli 2026, bundesweit in den deutschen Kinos an.
Worum geht es in „Was haben wir gelacht“? Die Dokumentation beleuchtet die Epoche des deutschen Unterhaltungsfernsehens der 90er und frühen 2000er Jahre (wie „TV total“, „Wetten, dass…?“) erstmals konsequent aus der Perspektive von Frauen und hinterfragt die damaligen patriarchalischen Strukturen und Humor-Konventionen.
Welche bekannten TV-Persönlichkeiten kommen zu Wort? Im Film berichten prominente Pionierinnen des deutschen Fernsehens von ihren Erfahrungen, darunter Maren Kroymann, Hella von Sinnen, Bettina Böttinger, Gaby Köster und Esther Schweins.
Wer hat bei der Dokumentation Regie geführt? Verantwortlich für die Regie des Films sind die Filmemacherinnen Eva Müller und Isabel Schneider.
Wie lang ist die Spielzeit des Films? Der Dokumentarfilm hat eine Laufzeit von 96 Minuten.
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