Der Animationsfilm „Minions & Monster“ startet am 1. Juli im Kino. Hier ist unsere Kritik zum Film.
Die Minions haben bereits mehrere eigene Abenteuer erlebt, doch dabei zeigte sich stets ein grundlegendes Problem: Die gelben Chaoten funktionieren am besten als Nebenfiguren. Als treue Helfer eines Schurken sorgen sie für Chaos und Lacher, tragen aber nur schwer einen ganzen Film. Mit MINIONS & MONSTER gelingt nun ein überraschend cleverer Kunstgriff, der dieses Dilemma umgeht. Die Minions werden nicht nur zu den Stars ihrer eigenen Geschichte, sondern sogar zu den Stars Hollywoods.

‚Minions & Monster‘: Zur Handlung – Von der Stummfilm-Entdeckung zum Monster-Chaos
Die Handlung erzählt, wie die Minions nach Jahrhunderten erfolgloser Suche nach einem würdigen Bösewicht Ende der 1920er-Jahre in Hollywood landen. Dort werden sie für den Film entdeckt und steigen zu gefeierten Leinwandstars auf. Mit dem Aufkommen des Tonfilms scheint ihre Karriere jedoch beendet. Doch Minion James hat einen Traum: Er will einen Oscar gewinnen. Um das zu erreichen, entwickelt er die Idee für einen spektakulären Monsterfilm – und beschwört dafür echte Monster herauf. Dass dies zwangsläufig im Chaos endet, versteht sich von selbst.
‚Minions & Monster‘: Eine Kritik – Ein brillant komponiertes Feuerwerk für Cineasten und Kids
Regisseur und Autoren nutzen diese Ausgangslage für eine ebenso liebevolle wie bissige Satire auf Hollywood. MINIONS & MONSTER macht sich über die Traumfabrik lustig, feiert sie aber gleichzeitig. Das Ergebnis ist ein Feuerwerk aus Filmzitaten, Anspielungen und Hommagen. Cineasten werden zahlreiche Referenzen entdecken, doch der Film funktioniert auch ohne entsprechendes Vorwissen hervorragend.
Schon der Auftakt macht deutlich, wohin die Reise geht. Die Geschichte beginnt wie ein klassischer Stummfilm und verbeugt sich vor den Komikern der Frühzeit des Kinos. Figuren und Szenen erinnern an Charlie Chaplin, Buster Keaton, Harold Lloyd oder die Keystone Cops. Später folgen Anspielungen auf DER TAG, AN DEM DIE ERDE STILLSTAND, H. P. Lovecrafts DIE BERGE DES WAHNSINNS, DER BLOB, MATRIX und viele andere Werke. Die Referenzen sind so zahlreich, dass man sie bei einmaligem Ansehen kaum alle erfassen kann.
Gleichzeitig verliert der Film nie sein junges Publikum aus den Augen. Slapstick dominiert das Geschehen, und die Minions beweisen einmal mehr, warum sie weltweit so beliebt sind. Hinzu kommen gelungene Gastauftritte und eine überzeugende deutsche Synchronisation. Christoph Waltz sorgt als exzentrischer Regisseur für viele Lacher, während die Kaulitz-Brüder in ihren ungewöhnlichen Rollen ebenfalls überraschen.
Mehr Informationen zum Film: Details, Hintergründe, FAQs, Trailer & mehr



