The Furious Filmkritik: Ein Martial-Arts-Gewitter der Extraklasse

Unser Urteil: Rohe Gewalt und pure Energie aus Fernost

The Furious Filmszene (c) 2026 Capelight Pictures
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Der Actionfilm „The Furious“ startet am 18. Juni im Kino. Hier ist unsere Kritik zum Film.

THE FURIOUS erzählt keine besonders neue Geschichte. Wie schon in 96 HOURS – TAKEN steht ein Vater im Mittelpunkt, der seine entführte Tochter retten will und dabei eine Spur der Verwüstung hinterlässt. Die chinesische Produktion interessiert sich allerdings noch weniger für emotionale Hintergründe oder psychologische Tiefe. Stattdessen konzentriert sich der Film fast vollständig auf rohe, kompromisslose Action – und hebt diese auf ein erstaunliches Niveau.

The Furious Filmszene (c) 2026 Capelight Pictures

‚The Furious‘: Zur Handlung – Ein Vater sieht rot

Ein stummer Chinese lebt zurückgezogen in Thailand, bis seine Tochter ihn besucht und kurz darauf von Menschenhändlern verschleppt wird. Verzweifelt versucht er noch, den Transport aufzuhalten, rennt einem Lastwagen hinterher und schlägt auf die Entführer ein, verliert jedoch jede Spur von dem Mädchen. Gemeinsam mit einem Mann, dessen Ehefrau ebenfalls verschwunden ist, beginnt er eine brutale Jagd durch die Unterwelt.

‚The Furious‘: Eine Kritik – Action als Kunstform

Der Film versteht seine Story lediglich als Vorwand, um eine nahezu pausenlose Abfolge spektakulärer Kampfszenen zu entfesseln. Über fast zwei Stunden prügeln, werfen und schleudern sich die Figuren durch Räume, Straßen und Lagerhallen. Die körperliche Intensität der Kämpfe ist enorm. Hier wird nicht geschniegelt choreografiert, sondern mit voller Wucht aufeinander eingeprügelt. Die Darsteller stürzen gegen Wände, krachen auf Böden und liefern sich Auseinandersetzungen, die eher wie kontrolliertes Chaos wirken.

Damit reiht sich THE FURIOUS in jene Martial-Arts-Filme ein, die ihr Genre durch pure Energie definieren. In den 2000ern war ONG-BAK ein solcher Meilenstein, später sorgte THE RAID für ähnliche Begeisterung. THE FURIOUS verfolgt denselben Ansatz: Die Handlung bleibt funktional, entscheidend ist die kinetische Kraft der Action.

Natürlich führt das auch zu Problemen. Manche Kämpfe ziehen sich etwas zu lange hin, und die ständige Eskalation erzeugt gelegentlich Wiederholungen. Wirklich ausgearbeitete Figuren existieren ebenfalls kaum. Der Film interessiert sich weder für komplexe Charaktere noch für große emotionale Momente. Selbst das Thema Menschenhandel dient in erster Linie als Rechtfertigung für den nächsten Gewaltausbruch.

Trotzdem entfaltet THE FURIOUS eine enorme Wirkung, weil der Film seine kompromisslose Stilistik mit völliger Ernsthaftigkeit durchzieht. Die Gewalt ist überzogen, beinahe absurd intensiv, aber gerade dadurch entwickelt der Film eine wilde Energie, die man im modernen Hollywood-Kino nur noch selten findet.

Mehr Informationen zum Film bekommt ihr hier: The Furious Film (2026)

Fazit: Laut, brutal und absolut kompromisslos
Wieder einmal zeigt sich damit, dass die aufregendsten Impulse im Actionkino häufig aus Asien kommen. THE FURIOUS mag erzählerisch simpel sein, doch als kompromissloser Martial-Arts-Exzess funktioniert der Film hervorragend – laut, brutal und voller Adrenalin.
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