Die Action-Serie „Young Sherlock“ startete am 4. März bei Prime Video. Hier ist unsere Kritik zur Serie von Guy Ritchie.
Angesichts dessen, dass Guy Ritchie als Produzent, aber auch als Regisseur dabei ist, ist durchaus zu verstehen, dass viele YOUNG SHERLOCK als ein Prequel zu seinen beiden SHERLOCK-HOLMES-Filmen sehen. Das ist die neue Serie aber nicht, auch wenn sie das typische Guy-Ritchie-Flair hat.

Young Sherlock: Zur Handlung – Hausdiener, Prinzessinnen und ein Erzfeind als Freund
Mycroft Holmes holt seinen Bruder aus dem Gefängnis und bringt ihn an eine Universität in Oxford, aber nicht, um dort zu lernen, sondern um als Hausdiener ein wenig Demut zu lernen. Das klappt natürlich nur bedingt, denn Sherlock ist ein Genie und zeigt das auch gerne. Damit weckt er das Interesse einer chinesischen Prinzessin, die eine wertvolle Schriftrolle zur Universität gebracht hat. Und auch das des Studenten James Moriarty.
Beide werden schnell Freunde und versuchen, einen Fall zu knacken, denn ihnen wird der Diebstahl der Schriftrolle vorgeworfen. Aber das ist nur der Anfang, schon bald geht es auch um einen Mordverdacht …
Young Sherlock: Eine Kritik – Action, Stil und ein brillanter Cast
Die Serie basiert auf den Romanen von Andrew Lane. In diesen ist Sherlock noch ein junger Teenager, für die Serienadaption hat Showrunner Matthew Parkhill sich aber entschieden, die Figuren etwas älter zu machen – zu jungen Erwachsenen an der Universität. Das erlaubt ihm die Freiheiten, narrativ in eine Richtung zu gehen, die ihm mehr liegt.
Auch wenn die Serie kein Prequel ist, so fühlt sie sich doch so an, und das nicht nur, weil gleich zu Beginn wie bei Ritchies Film „The Rocky Road to Dublin“ zu hören ist. Inszenatorisch, aber auch in der Art, wie Sherlock noch einmal zurückgeht und Revue passieren lässt, was gerade geschehen ist, erinnert das Ganze an die Filme. Dazu kommt, dass es schöne Actioneinlagen gibt. Hauptdarsteller Hero Fiennes Griffin (dessen Onkel Joseph Fiennes Sherlocks Vater Silas spielt) geht in der Rolle richtiggehend auf, Donal Finn als Moriarty ist wunderbar.
Man hat hier eine Dynamik, die nicht unähnlich dem ist, was man von Clark Kent und Lex Luthor in SMALLVILLE kennt, nur noch etwas mehr auf Augenhöhe. Es ist auf jeden Fall spannend, Sherlock und Moriarty als Freunde zu zeigen – das macht es umso tragischer, wenn sie später zu Feinden werden.
Die Serie ist bis in die Nebenrollen toll besetzt (Highlight: Colin Firth), die Figuren sind interessant und mit einem Constable Lestrade und einem Scotland-Yard-Ermittler mit typischer Holmes-Bekleidung gibt es auch Nebenfiguren, die reizvoll sind.
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