Der Horrorfilm „Exit 8“ startet am 13. August im Kino. Hier ist unsere Kritik zum Film.
Man fühlt sich an BACKROOMS erinnert, und das ist im Grunde kurios, denn der japanische Film EXIT 8 ist bereits aus dem Jahr 2025. Er basiert auf einem Escape-Room-Game, das keine Handlung hat. Man muss dort nur immer wieder einen Gang entlanglaufen und erkennen, ob etwas falsch ist – im Vergleich zu vorher. Daraus packenden Filmthrill zu machen ist, schwierig, hier aber geglückt.

Exit 8: Zur Handlung – Die Endlosschleife des U-Bahn-Gangs
Der verirrte Mann geistert durch die Gänge einer U-Bahn. Immer wieder findet er das Schild zu Exit 8, vor allem aber eines, das erklärt, dass er auf Anomalien achten muss. Sieht er eine, muss er zurückgehen, andernfalls wird er diese Gänge nie verlassen. Ihm begegnet ständig der schreitende Mann, der seine eigene Hölle in diesen Gängen durchlebt. Dabei ist auch ein Junge, von dem der verirrte Mann nicht versteht, wer er eigentlich sein soll. Wieder und wieder durchschreiten sie die Gänge, aber können sie sie jemals verlassen?
Exit 8: Eine Kritik – Psychologischer Ausnahmezustand statt Jump-Scares
Die ersten Minuten sind aus der Ego-Perspektive erzählt. Man sieht mit den Augen des, wie wir später herausfinden, verwirrten Mannes, der von seiner Ex-Freundin erfährt, dass sie schwanger ist. Und dann steckt er fest. Die Ego-Perspektive wird verlassen, sobald der Mann sich verirrt hat. Dann beginnt das Durchschreiten des ewig gleichen Gangs, immer auf der Suche nach mehr oder minder minimalen Veränderungen. Der Film ist in seiner Erzählweise extrem minimalistisch. Abgesehen von den Szenen in der U-Bahn gibt es nur fünf Schauspieler und die immer gleiche Location. Aber EXIT 8 funktioniert, weil man auch als Zuschauer beginnt, an der Peripherie nach dem zu suchen, was nicht normal ist.
In drei Kapitel unterteilt, ergibt sich so am Ende ein Gesamtbild. Auch so etwas wie eine Offenbarung, selbst wenn nicht dezidiert geklärt wird, was hier abgeht. Aber man kann den Film auch als einen emotionalen Zusammenbruch lesen, ausgelöst von der Frage, wie man mit einer lebensverändernden Situation umgeht.
Es braucht aber nicht diese Interpretation, EXIT 8 kann auch als reiner Mystery-Film gesehen und genossen werden. Weil er aus wenigem sehr viel macht, insbesondere in Hinblick auf die Spannung, die sich kontinuierlich steigert. Es ist bemerkenswert, wie aus einem Game, das praktisch keinerlei Narrative besitzt, eine Geschichte entwickelt wurde, die auch tiefgründig funktioniert. Hier zeigt sich nicht nur, dass ein effektiver Film mit geringsten Mitteln möglich ist, sondern auch, dass eine Spielverfilmung tatsächlich ganz großes Kino sein kann.
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