Finding Emily Filmkritik: Zwischen Romantik und Wahnsinn

Unser Urteil: Britischer Charme trifft auf kluge Psychologie

Spike Fearn als Owen und Angourie Rice als Emily im Film FINDING EMILY von Regisseurin Alicia MacDonald © 2026 FOCUS FEATURES LLC..
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Die Romcom „Finding Emily“ startet am 28. Mai im Kino. Hier ist unsere Kritik zum Film.

„Liebe ist ein Zustand vorübergehender Psychose“ – mit diesem Zitat von Sigmund Freud eröffnet FINDING EMILY und steckt damit direkt sein Thema ab: Was sind wir bereit, für die Liebe zu tun – und ist sie überhaupt rational erklärbar? Trotz dieser Fragen bleibt der Film eine Romcom, hebt sich als britische Produktion aber angenehm vom oft kitschigeren US-Pendant ab.

Finding Emily: Zur Handlung – Eine Nummer zu wenig

Owen trifft in einem Club Emily, bekommt ihre Nummer – doch eine Ziffer fehlt. Seine Suche führt ihn an eine Uni, wo er auf eine andere Emily trifft. Diese, gespielt von Angourie Rice, arbeitet an ihrer Abschlussarbeit über Liebe als Form des Wahnsinns und beschließt, Owen zu helfen. Heimlich macht sie ihn jedoch zum Studienobjekt. Gemeinsam starten sie eine zunehmend chaotische Suche nach der „richtigen“ Emily – unter über 300 Namensvetterinnen.

Finding Emily: Eine Kritik – Kluger Humor statt leerem Kitsch

Die Handlung folgt bekannten Romcom-Mustern: Zufallstreffen, wachsende Nähe, ein Konflikt kurz vor dem Happy End. Überraschungen bleiben aus, doch die Umsetzung überzeugt durch Charme und Leichtigkeit. Gerade der Kontrast zwischen der analytischen Studentin und Owen, gespielt von Spike Fearn, sorgt für Dynamik.

Die Geschichte wird zunehmend absurder, ohne völlig den Boden zu verlieren. Dabei spielt der Film geschickt mit Perspektiven: Owens Verhalten kann romantisch oder problematisch wirken. Statt klare Schuldige zu präsentieren, zeigt FINDING EMILY verschiedene Blickwinkel – etwa wenn sein Handeln als übergriffig interpretiert wird.

Am Ende ist der Film vor allem eines: eine warmherzige, kluge Romcom. Ein Highlight ist eine Autofahrt mit Owens Bruder, untermalt mit „Wordy Rappinghood“ von Tom Tom Club – ein augenzwinkernder Kommentar auf das Geschehen.

Weitere Informationen zum Film findet Ihr hier: Finding Emily Film (2026)

Fazit: Eine Romcom mit Köpfchen
Sympathischer Film, der zwar den Romcom-Regeln folgt, aber mit europäischem Flair etwas authentischer als US-Filme anmutet.
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