Der Thriller „Pressure“ startet am 17. September im Kino. Hier ist unsere Kritik zum Film mit Brendan Fraser.
PRESSURE basiert auf einem erfolgreichen Theaterstück und rückt ein oft übersehenes Kapitel der Geschichte des Zweiten Weltkriegs in den Mittelpunkt. Dass die alliierte Landung in der Normandie ohne die richtige Wetterprognose womöglich nie stattgefunden hätte, ist nur wenigen bekannt. Genau dieses kaum beleuchtete Stück Geschichte macht der Film zum Ausgangspunkt eines packenden Dramas.

Pressure: Zur Handlung – Die folgenschwerste Prognose der Geschichte
Nur wenige Tage vor dem D-Day steht der britische Chefmeteorologe James Stagg (Andrew Scott) vor einer nahezu unlösbaren Aufgabe. Er soll General Dwight D. Eisenhower eine zuverlässige Wettervorhersage liefern – obwohl sich das Wetter in diesem Zeitraum kaum verlässlich berechnen lässt. Während amerikanische Meteorologen grünes Licht geben, erkennt Stagg Anzeichen für einen schweren Sturm, der die Invasion in eine Katastrophe verwandeln könnte. Zwischen militärischem Zeitdruck, politischen Erwartungen und wissenschaftlicher Unsicherheit muss eine Entscheidung getroffen werden, von der das Schicksal hunderttausender Soldaten abhängt.
Pressure: Eine Kritik – Nervenzerreißende Spannung im Kammerspiel
Die große Stärke des Films liegt darin, den enormen Druck greifbar zu machen, unter dem alle Beteiligten stehen. Nicht die Schlacht selbst steht im Mittelpunkt, sondern die quälende Verantwortung, eine Entscheidung treffen zu müssen, deren Folgen kaum abzuschätzen sind. Andrew Scott verkörpert Stagg mit beeindruckender Zurückhaltung. Gerade weil er seine Figur nie überzeichnet, gewinnen deren Zweifel und Überzeugungen zusätzlich an Gewicht. Brendan Fraser überzeugt als Eisenhower, der zwischen militärischer Notwendigkeit und persönlicher Verantwortung hin- und hergerissen ist.
Auch abseits der beiden Hauptrollen ist PRESSURE hervorragend besetzt. Kerry Condon, Chris Messina und Damian Lewis verleihen ihren Figuren Profil, obwohl ihnen vergleichsweise wenig Leinwandzeit bleibt. Besonders die gemeinsamen Szenen von Condon und Fraser sorgen für einige der emotionalsten Momente des Films.
Obwohl das historische Ergebnis bekannt ist, entwickelt PRESSURE eine erstaunliche Spannung. Das liegt vor allem daran, dass der Film keinen klassischen Kriegsfilm erzählt, sondern ein dichtes Kammerspiel über Verantwortung, Zweifel und die Last folgenschwerer Entscheidungen.
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