Jackass: Einer geht noch Filmkritik: Nostalgische Resteverwertung

Unser Urteil: Ein herrlich absurder, aber sichtlich müder Abschiedsgruß für langjährige Fans

Jackass Einer geht noch (c) 2026 Paramount Pictures
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Der Film „Jackass: Einer geht noch“ startet am 25. Juni im Kino. Hier ist unsere Kritik zum Film.

Vier Jahre nach JACKASS FOREVER, das noch unter den Einschränkungen der Pandemie entstand, verabschiedet sich die Chaos-Truppe mit JACKASS: EINER GEHT NOCH endgültig von ihrem Publikum. Zumindest lautet so die offizielle Ansage von Johnny Knoxville. Auch wenn er einen Rückzug schon nach dem ersten Film angekündigt hatte, wirkt dieses Finale diesmal tatsächlich wie ein Schlusspunkt.

Jackass: Einer geht noch (c) 2026 Paramount Pictures

Jackass: Einer geht noch: Zur Handlung – Die alten Recken treten kürzer

Dabei wird schnell deutlich, dass JACKASS untrennbar mit Knoxville, Steve-O, Wee Man und ihren langjährigen Weggefährten verbunden ist. Zwar waren im Vorgänger bereits jüngere Mitglieder eingeführt worden, doch sie bleiben hier weitgehend im Hintergrund. Das Publikum möchte die Originale sehen – und genau sie stehen erneut im Mittelpunkt. Allerdings fällt auf, dass Knoxville selbst deutlich kürzertritt. Nach seiner schweren Gehirnverletzung bei den Dreharbeiten zu JACKASS FOREVER verzichtet er weitgehend auf neue, lebensgefährliche Stunts.

Jackass: Einer geht noch: Eine Kritik – Zwischen genialem Slapstick und fader Resterampe

Auch Bam Margera spielt praktisch keine Rolle. Zwar taucht er kurz in bereits bekanntem Material auf, neue Szenen mit ihm gibt es jedoch nicht.

Überhaupt besteht JACKASS: EINER GEHT NOCH zu einem großen Teil aus Material, das bereits beim Vorgänger entstanden ist. Viele Sequenzen zeigen alternative Einstellungen oder bislang unveröffentlichte Varianten bekannter Stunts. Das sorgt zwar gelegentlich für neue Pointen, vermittelt insgesamt aber den Eindruck einer Resterampe, die nachträglich zu einem eigenständigen Film zusammengefügt wurde.

Genau darin liegt das größte Problem. Während die Szenen aus den ursprünglichen Dreharbeiten noch den typischen JACKASS-Charme versprühen, wirken die neu produzierten Einlagen oft hastig und wenig inspiriert. Man merkt ihnen an, dass sie eher entstanden sind, um den Film auf Spielfilmlänge zu bringen, als aus einer echten kreativen Idee heraus.

Dennoch besitzt der Film seinen Reiz. Es macht nach wie vor Spaß, Knoxville, Steve-O, Wee Man und ihre Freunde bei ihren völlig absurden Aktionen zuzusehen. Viele Gags funktionieren allein deshalb, weil zwischen den Beteiligten eine jahrzehntelang gewachsene Freundschaft spürbar ist. Gleichzeitig bleibt der typische Mix aus Slapstick, Schmerz und Fremdscham erhalten – Momente, bei denen man gleichermaßen lachen und sich angewidert abwenden möchte.

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Fazit: Der Kreis schließt sich
Besonders passend ist der Schluss des Films. Wie schon der erste JACKASS-Kinofilm endet auch dieses Kapitel mit einer Fahrt im überdimensionalen Einkaufswagen. Der Kreis schließt sich und macht deutlich, dass die Zeit dieser waghalsigen Selbstversuche endgültig vorbei ist. Das ist vermutlich auch besser so. Die Beteiligten sind inzwischen in ihren Fünfzigern, die Verletzungen wurden mit jedem Film schwerwiegender und der Preis für immer extremere Stunts immer höher. JACKASS: EINER GEHT NOCH bietet noch einmal einige gelungene Lacher, erreicht aber nie die Energie früherer Filme. Als Zugabe für langjährige Fans funktioniert das Finale durchaus – als eigenständiger Kinofilm wirkt es dagegen zu sehr wie eine Sammlung alten Materials.
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