Ice Cream Man Filmkritik: Garstige Kinder wüten mit handgemachten Splatter-FX

Unser Urteil: Eli Roth meldet sich mit einer überdrehten, schwarzhumorigen Horror-Komödie zurück, die voll auf kompromisslosen Old-School-Gore setzt

Ari Millen als Ice Cream Man im Horrorfilm ICE CREAM MAN (c) The Horror Section /Studiocanal
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Der Horrorfilm „Ice Cream Man“ startet am 6. August im Kino. Hier ist unsere Kritik zum Film von Eli Roth.

Mit ICE CREAM MAN kehrt Eli Roth zu seinen Horrorwurzeln zurück. Zwar setzt der Regisseur erneut auf reichlich Blut und Splatter, doch im Gegensatz zu CABIN FEVER oder den HOSTEL-Filmen dominiert diesmal ein schwarzhumoriger Ton. Roth inszeniert den Film als überdrehte Horror-Komödie, deren Gewalt so maßlos überzeichnet ist, dass sie eher an einen makabren Cartoon erinnert als an realistischen Terror.

Schauspieler Ari Millen übernimmt die Rolle von Ice Cream Man © Valerie Flores_The Horror Section

Ice Cream Man: Zur Handlung – Laktoseintoleranz als Lebensretter

In einer beschaulichen Kleinstadt sorgt ein geheimnisvoller Eiswagen für Begeisterung unter den Kindern. Nur Jared geht leer aus, weil er laktoseintolerant ist. Ein Glücksfall, wie sich schon in der folgenden Nacht zeigt: Alle Kinder, die von dem Eis gegessen haben, verwandeln sich in blutrünstige Killer und machen zunächst ihre Eltern, später jeden Erwachsenen in ihrer Reichweite zu Opfern. Als Jared am nächsten Morgen zur Schule kommt, sind nur noch zwei weitere Kinder verschont geblieben. Gemeinsam müssen sie verhindern, ebenfalls mit dem verhängnisvollen Eis infiziert zu werden.

Ice Cream Man: Eine Kritik – Hommage an Herschell Gordon Lewis und Hitchcock

Bemerkenswert ist vor allem Roths konsequenter Verzicht auf digitale Effekte. Statt CGI setzt ICE CREAM MAN fast ausschließlich auf handgemachte Splattereffekte und knüpft damit bewusst an die Tradition klassischer Horrorfilme an. Gleichzeitig wagt er etwas, das im modernen Genrekino selten geworden ist: Kinder als kompromisslose Antagonisten in den Mittelpunkt zu stellen. Erinnerungen an KINDER DES ZORNS werden wach, allerdings schlägt Roth einen deutlich humorvolleren Ton an. Seine Liebe zum exzessiven Gore verweist zugleich auf das Werk von Herschell Gordon Lewis, dessen Splatterklassiker der Sechzigerjahre hier unverkennbar nachhallen.

Trotz fliegender Körperteile und literweise Kunstblut verliert der Film nie seine spielerische Leichtigkeit. Wer Freude an bewusst übertriebenem Funsplatter hat, dürfte bestens unterhalten werden. Wer mit dieser Art von Horror wenig anfangen kann, wird dagegen vermutlich schnell an seine Grenzen stoßen. Bereits bei Pressevorführungen verließen einige Zuschauer vorzeitig den Saal – ob aus Ekel oder Langeweile, dürfte von Fall zu Fall unterschiedlich gewesen sein.

Roth, der selbst in einer kleinen Rolle als Jareds Vater auftritt, verfolgt dabei ein klares Ziel: Er will schockieren, indem er Kinder zu einer unaufhaltsamen Bedrohung macht. Besonders eindrucksvoll gelingt das in einer Szene, in der sich immer mehr der jungen Killer lautlos hinter einem ahnungslosen Opfer versammeln – eine offensichtliche Hommage an Hitchcocks DIE VÖGEL.

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Weitere Kinostarts im August 2026 hier

Fazit: Blutiges Vergnügen für Genre-Puristen
ICE CREAM MAN ist sicher kein Film für jeden Geschmack, für Fans kompromisslosen Old-School-Splatters jedoch ein blutiges Vergnügen mit viel schwarzem Humor.
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