Die schwarze Komödie „Bad Apples“ startet am 10. September im Kino. Hier ist unsere Kritik zum Film mit Saoirse Ronan.
Wenn BAD APPLES auf etwas keine Lust macht, dann ganz klar darauf, Lehrer zu werden. Denn dann muss man sich auch mit verhaltensauffälligen Kids auseinandersetzen, die den Schulbetrieb fast zum erliegen bringen. Für alle Lehrer, die mit derlei Kindern zu tun haben, dürfte der Film Labsal auf die geschundenen Seelen sein. Denn hier wird die Rechnung für das Verhalten präsentiert.

Bad Apples: Zur Handlung – Wenn das Klassenzimmer zur Hölle wird
Maria scheint als Lehrerin völlig überfordert, weil Danny ständig den Unterricht stört, herumschreit, Leute bedroht, Ärger macht. Als er ein Mädchen auch noch verletzt, wird es zu viel. Er soll suspendiert werden. Maria will mit seinem Vater sprechen, der ihr aber aus dem Weg geht. Als sie Danny nachts sieht, schlägt er gerade mit einer Stange auf parkende Autos ein, so auch auf ihres. Es kommt zum Gerangel, bei dem sie ihn würgt und er bewusstlos wird. Da er sie bei der Polizei verpfeifen will, nimmt Maria ihn mit zu sich und sperrt ihn in ihren Keller. In dem soll der Junge sich beruhigen. In der Schule passiert derweil etwas Wunderbares. Alle Schüler blühen auf, seit Danny weg ist …
Bad Apples: Eine Kritik – Moralische Dilemmata und fantastische Haken schlagende Twists
Man fühlt sich bei BAD APPLES vor allem an zwei Filme erinnert. Der einer ist die englisch-polnische Ko-Produktion GOOD BOY, in der eine Familie ebenfalls einen Unruhestifter entführt, festkettet und umerziehen will. Der andere fällt nicht sofort ein: EDEN LAKE. Noch ein britischer Film, der von Gewalt von Jugendlichen erzählt, aber vor allem mit seinem Ende punktet. Daran muss man nun auch bei BAD APPLES denken, denn was dieser Film auf jeden Fall ist: unvorhersehbar.
Während man lange denkt, dass man weiß, wie die Geschichte enden wird, macht das Skript dann eine Volte und erzählt doch etwas gänzlich anderes, was einerseits skurril, andererseits irgendwie auch passend ist. Im Kern geht es darum, ob das Wohl eines Einzelnen gegen das Vieler aufgewogen werden darf. Oder anders gesagt: Wenn jemand Unruhe in eine Gemeinschaft bringt, sollte man ihn dann nicht entfernen? Das ist ein starkes moralisches Dilemma, das hier noch etwas ausgehöhlt wird, weil die Lehrerin versucht, Danny neu zu erziehen. Aber im Kern geht es eben um die Frage, wie man mit derlei Kindern umgehen soll.
Das spielt Saoirse Ronan großartig. Sie ist erst überfordert, dann blüht auch sie auf, weil sie endlich den Unterricht geben kann, den sie will. Ronan erweist sich einmal mehr als eine erstaunlich vielseitige Schauspielerin, die sehr unterschiedliche Emotionen bedienen kann. Der Film funktioniert als ein Drama, weil er dem Jungen auch ein paar Momente zugesteht, in denen gezeigt wird, wie er unter seinen eigenen Wutanfällen leidet. Zugleich ist er aber auch eine bitterböse schwarze Komödie, die es versteht, immer noch einen draufzusetzen.
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Der offizielle Trailer
Film-Details
| Kategorie | Details |
| Kinostart | 10. September 2026 |
| Format | Kinofilm (Spielfilm) |
| Laufzeit | ca. 98 Minuten |
| Genre | Schwarze Komödie / Drama / Thriller |
| Regie | Jonatan Etzler |
| Drehbuch | Rasmus Birch |
| Hauptbesetzung | Saoirse Ronan (Maria), Jacob Tremblay (Danny) u.a. |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
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Wann startet ‚Bad Apples‘ im Kino? Die schwarze Komödie ‚Bad Apples‘ mit Saoirse Ronan startet am 10. September 2026 in den deutschen Kinos.
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Worum geht es in ‚Bad Apples‘? Eine völlig überforderte Grundschullehrerin sperrt einen aggressiven, den Unterricht terrorisierenden Schüler kurzerhand in ihren Keller. Während sie versucht, ihn heimlich umzuerziehen, blüht die restliche Schulklasse ohne den Störenfried auf.
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Ist ‚Bad Apples‘ eine reine Komödie oder ein Thriller? Der Film ist eine tiefschwarze Komödie mit starken dramatischen Elementen und Thriller-Anleihen, die sich intensiv mit moralischen Fragen rund um Schule und Erziehung auseinandersetzt.




