Scary Movie Filmkritik: Der derbe Humor der Neunzigerjahre ist zurück

Unser Urteil: Die Wayans-Brüder melden sich mit einer politisch unkorrekten Gag-Parade zurück

Anna Faris spielt Cindy und Regina Hall spielt Branda in „Scary Movie“ von Paramount Pictures. Bildnachweis: Quantrell Colbert © 2026 Paramount Pictures
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Die Parodie „Scary Movie“ startet am 4. Juni im Kino. Hier ist unsere Kritik zum Film.

Nach dem Erfolg der letzten drei SCREAM-Filme und der damit verbundenen Wiederbelebung des Slasher-Genres war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis auch dessen berühmteste Parodie zurückkehrt. Mit SCARY MOVIE meldet sich die Reihe nun zurück – ohne Nummer im Titel und damit mit demselben Namen wie das Original von 2000. Der große Reiz des Neustarts liegt allerdings woanders: Die Wayans-Brüder sind wieder an Bord. Jene Filmemacher also, die den ersten Teil zum Kult machten, den zweiten nachlegten und anschließend von den Produzenten aus ihrer eigenen Reihe gedrängt wurden. Dass sie darüber bis heute nicht ganz hinweg sind, machen sie in ihrem neuen Film mehr als deutlich.

Scary Movie 2026 Trailer (c) Paramount

‚Scary Movie‘: Zur Handlung – Woodsville im Ghostface-Fieber

Erneut treibt ein Ghostface-Killer sein Unwesen. Nachdem Tuesday brutal attackiert wird, kehrt ihre Schwester Sara in die Heimatstadt zurück. Mit dabei ist ihr Freund, der gleich als potenzieller Täter gilt. Vor ihrer Ankunft besucht Sara noch ihre Mutter Cindy, die sich seit anderthalb Jahrzehnten in einem regelrechten Hochsicherheits-Haus verschanzt hat, um bloß keinem weiteren Ghostface-Mörder in die Hände zu fallen.

In Woodsville scheint die Zeit ohnehin stehen geblieben zu sein. Deputy Doofy stolpert wieder durch die Ermittlungen, Shorty besucht noch immer die Schule, Ray verleugnet weiterhin seine Sexualität, und der ehemalige Besitzer des berüchtigten „Minipimmels“ aus dem ersten Film hat es inzwischen sogar zum Sheriff gebracht. Während die Leichenzahl stetig steigt, dreht sich alles um die altbekannte Frage: Wer steckt diesmal hinter der Maske?

‚Scary Movie‘: Eine Kritik – Keine Gnade für niemanden und jede Menge Meta-Gags

Schon vor Kinostart sorgte der Film für Diskussionen, weil die Wayans-Brüder offen ankündigten, sich nicht um aktuelle Vorstellungen politischer Korrektheit zu scheren. Tatsächlich bekommt hier jeder sein Fett weg. Schwarze, Weiße, Republikaner, queere Menschen oder Prominente – niemand genießt Schonung. Die Devise lautet: Wenn schon beleidigen, dann alle gleichermaßen.

Die Handlung selbst dient dabei eher als lockerer Rahmen. Statt einer durchgehend erzählten Geschichte präsentiert sich SCARY MOVIE oft wie eine Sketchshow, die aktuelle Horrorhits und Popkulturphänomene aufs Korn nimmt. Unter anderem werden WEAPONS, SMILE, TERRIFIER und sogar K-POP DEMON HUNTERS persifliert. Nicht jeder Gag trifft ins Schwarze, manche Sketche verpuffen schnell oder sind schlichtweg peinlich. Doch wenn die Pointen funktionieren, dann richtig.

Gleichzeitig setzt der Film stark auf Nostalgie. Zahlreiche Szenen zitieren direkt die ersten SCARY-MOVIE-Filme, allen voran die legendäre „Whassup“-Sequenz. Wie viele aktuelle Legacy-Sequels lebt auch diese Rückkehr vor allem davon, vertraute Figuren und Darsteller wiederzusehen.

Besonders unterhaltsam ist die Metaebene. Immer wieder machen sich die Beteiligten über ihre eigene Karriere, frühere Gagen oder die Geschichte der Reihe lustig.

Mehr Informationen zum Film:  Scary Movie 6 – Film (2026)

Fazit: Ein herrlich alberner Nostalgie-Trip
Wer bis zum Schluss bleibt, sollte auch den Abspann nicht verpassen. Dort warten noch einige zusätzliche Gags, darunter eine Persiflage auf LONGLEGS sowie ein augenzwinkernder Trailer zu „Brosferatu“.
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