Der Horrorfilm „Resident Evil“ startet am 17. September im Kino. Hier ist unsere Kritik zum Film von Zach Cregger.
Sechsmal kämpfte sich Milla Jovovich durch RESIDENT EVIL, wobei die Action meist den Horror verdrängte. Mehr als eine Milliarde Dollar spielte das ein, doch Constantins anschließender Neustart blieb hinter den Erwartungen zurück. Aufgeben wollte man die Marke nicht. Mit Zach Cregger hat man nun einen Filmemacher gefunden, der nach BARBARIAN und WEAPONS reichlich Vorschussvertrauen genießt. Seine Idee: keine vertrauten Helden aufwärmen, sondern das Spielerlebnis in eine eigenständige Geschichte übersetzen.

Resident Evil: Zur Handlung – Die tödliche Fahrt nach Raccoon City
Im Mittelpunkt steht Bryan, der als Kurier auch medizinische Lieferungen übernimmt. Eigentlich wäre Feierabend, doch ein lukrativer Auftrag lockt: Eine Tasche muss binnen einer Stunde in einem Labor in Raccoon City ankommen. Eine nächtliche Fahrt durch den verschneiten Wald dürfte dafür reichen. Dann läuft ihm eine Frau vors Auto, und aus dem vermeintlich einfachen Job wird ein Albtraum. Denn auf dem Weg warten Wesen, denen man schon bei Tageslicht lieber nicht begegnen würde.
Resident Evil: Eine Kritik – Perfektes Spielgefühl und echter Nervenkitzel
Das Schöne daran ist, dass Bryan kein abgebrühter Actionheld sein muss. Er macht Fehler, entscheidet unter Druck auch mal falsch und kommentiert das Elend mit wenig druckreifen Worten. Daraus entsteht eine Komik, für die Cregger keine platzierten Gags braucht. Man kann über Bryan lachen, weil seine Reaktionen nachvollziehbar sind, ohne dass die Bedrohung dadurch ihren Schrecken verliert. Bei aller Beklemmung tut diese Menschlichkeit dem Film gut.
Auch inszenatorisch weiß Cregger, woher die Reihe kommt. Mal schaut man aus der Perspektive des Gehetzten auf das Geschehen, mal folgt man ihm durch finstere Korridore. Verschnaufpausen sind kaum vorgesehen. Die Handlung vermittelt das Gefühl, Bryans verzweifelten Trip nahezu ohne zeitliche Unterbrechung mitzuerleben. Mit seiner Ankunft in Raccoon City zieht die Spannung an.
Bekannte Spielfiguren vermisst man dabei erstaunlich wenig. Hier werden keine vertrauten Handlungspunkte abgehakt, vielmehr trifft Cregger die Atmosphäre der Vorlage. Dazu gehören Kreaturen, deren Gestaltung nicht bloß einfallsreich ausfällt, sondern stellenweise richtig überrascht. Gegen diese Monstrositäten wirkt manches aus den bisherigen Verfilmungen geradezu bescheiden.
Dazu passen die Synthesizerklänge, die Erinnerungen an John Carpenters Filmmusik wecken. Unterm Strich steht ein wirkungsvoller Horrorfilm, dessen Humor die Nerven zwischendurch entlastet, ohne dem Grauen die Zähne zu ziehen.
Tipp: Hier mehr Informationen zum Film inkl. Details & FAQs


