Der Actionfilm „Runner“ startet am 17. September im Kino. Hier ist unsere Kritik zum Film mit Alan Ritchson.
RUNNER erfindet das Actionkino nicht neu – und genau darin liegt sein Reiz. Das einzig wirklich Ungewöhnliche ist der Schauplatz Brisbane, Australien. Ansonsten setzt Regisseur Scott Waugh (THE EXPENDABLES 4) konsequent auf die Tugenden klassischer Actionfilme. Wer den Film ohne Vorwissen sieht, könnte ihn problemlos für eine Produktion aus den Achtziger- oder Neunzigerjahren halten.

Runner: Zur Handlung – Ein Wettlauf gegen die Zeit und das Kartell
Hank arbeitet als sogenannter Runner: Er transportiert alles, solange der Preis stimmt. Sein neuester Auftrag führt ihn zum Flughafen, wo er jedoch kein gewöhnliches Paket übernimmt, sondern den Mediziner Ben. Dieser transportiert eine Spenderleber, die innerhalb weniger Stunden ein Krankenhaus an der Gold Coast erreichen muss, um einem siebenjährigen Mädchen das Leben zu retten. Doch ein Kartell hat es ebenfalls auf das Organ abgesehen. Plötzlich werden Hank und Ben quer durch Brisbane gejagt und müssen sich gegen schwer bewaffnete Verfolger behaupten.
Onslaught: Eine Kritik – Handgemachte Stunts und rasante Buddy-Dynamik
Mit einer Laufzeit von unter 100 Minuten verschwendet RUNNER keine Zeit. Die Figuren erhalten gerade genug Hintergrund, um nachvollziehbar zu wirken. Hank trägt die üblichen Narben eines abgehalfterten Actionhelden mit sich herum, während Ben vor allem durch Owen Wilsons sympathisch-nervige Art definiert wird. Wilson spielt den redseligen Sidekick mit viel Charme und sorgt dafür, dass man ihn trotz seiner permanenten Sprüche schnell ins Herz schließt. Auch Alan Ritchson überzeugt als wortkarger Held, dessen raue Schale nach und nach Risse bekommt.
Hat sich das ungleiche Duo erst gefunden, gibt der Film kaum noch Gelegenheit zum Durchatmen. Verfolgungsjagden, Schießereien und Faustkämpfe wechseln sich in hohem Tempo ab. Dazwischen bleibt gerade genug Zeit für ein paar ruhige Momente, damit die Freundschaft der beiden glaubwürdig wachsen kann. Das erinnert stark an die Buddy-Actionfilme vergangener Jahrzehnte – inklusive des obligatorischen Zusammenraufens zweier völlig unterschiedlicher Charaktere.
Originalität darf man dabei allerdings kaum erwarten. Stattdessen setzt RUNNER auf solide handgemachte Action mit echten Stunts, krachenden Autoverfolgungen und kernigen Helden. Moderne Kameratechnik verleiht den Sequenzen dennoch eine neue Dynamik. Drohnen rasen zwischen fahrenden Autos hindurch oder direkt durch offene Fahrzeugfenster und sorgen so für eine beeindruckende Nähe zum Geschehen.
Mehr zum Film RUNNER (2026) hier: Details, Hintergründe u.v.m.



