Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war – Film (2026

Ingeborg Bachmann - Jemand, der einmal ich war © Elliott Kreyenberg / Welkino Filmverleih

Am 25. Juni 2026 startet in den deutschen Kinos ein anspruchsvolles filmisches Porträt, das die Grenzen des klassischen Dokumentarfilms kunstvoll aufbricht: Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war lädt zu einer tiefgründigen, poetischen Spurensuche ein. Die renommierte Regisseurin Regina Schilling (Kulenkampffs Schuhe, Igor Levit – No Fear) nähert sich einer der bedeutendsten und komplexesten deutschsprachigen Autorinnen des 20. Jahrhunderts. Für dieses ambitionierte Projekt konnte die Oscar-nominierte Charakterdarstellerin Sandra Hüller (Anatomie eines Falls, The Zone of Interest) gewonnen werden, die an einem imaginären Tag eine eindringliche Annäherung an Bachmanns Wesen vollzieht. Der vom Weltkino Filmverleih in die Kinos gebrachte Essayfilm zieht das Publikum in einer Spielzeit von 95 Minuten tief in den Entstehungsprozess von Literatur und Kunst. Die Dokumentation wurde von der FSK bereits ab 6 Jahren freigegeben und richtet sich an Kulturliebhaber und Cineasten gleichermaßen.

Alle Informationen zum Film

Filminhalt: Ein imaginärer Tag und das lebenslange Ringen um Wahrheit

In dem tief schürfenden Dokumentarfilm Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war inszeniert Regisseurin Regina Schilling eine hochgradig poetische und vielschichtige Spurensuche nach der wahren Identität der legendären Schriftstellerin. Statt einer rein chronologischen Biografie zu folgen, lässt der Film das Kinopublikum unmittelbar am intimen Entstehen von Kunst teilhaben. Die Ausnahmeschauspielerin Sandra Hüller nähert sich dem zerrissenen Leben von Ingeborg Bachmann an einem kunstvoll konstruierten, imaginären Tag an. Sie liest nicht nur, sondern verkörpert Bachmanns eigene Texte mit einer so intensiven, feinfühligen Präsenz, dass die geschriebenen Worte im Kinosaal eine fast physische Greifbarkeit erlangen.

Durchwoben von diesem roten Faden entfaltet der Film ein faszinierendes Geflecht aus feinen, improvisierten Szenen, wertvollen Archivschätzen, zeitgenössischen Interviews und den autobiografisch gefärbten Zeugnissen der Autorin. Die filmische Reise durchmisst dabei sämtliche zentralen Lebensphasen einer Frau, die zeitlebens auf der Suche war: Von ihrer prägenden Kriegskindheit im österreichischen Kärnten über den kometenhaften Aufstieg zum gefeierten Star der literarischen „Gruppe 47“ bis hin zu ihren schwermütigen, letzten Tagen in Rom. Deutlich gezeichnet wird dieser Lebensweg von ihren hochgradig komplizierten, oft schmerzhaften Beziehungen zu prägenden Intellektuellen ihrer Zeit – darunter Paul Celan, Hans Werner Henze und Max Frisch. Am Ende steht das kompromisslose und unnachgiebige Porträt einer Künstlerin in ihrem ewigen Kampf um eine eigene, radikale Sprache, gefangen im Spannungsfeld zwischen gleißendem öffentlichem Ruhm und tiefen existenziellen Krisen.

Die wichtigsten Film-Fakten

Kategorie Details
Titel Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war
Regie Regina Schilling
Cast (Besetzung) Sandra Hüller
Kinostart (DE) 25. Juni 2026
Verleih Weltkino Filmverleih
Genre Dokumentarfilm / Porträt / Biografie
Laufzeit 95 Minuten
FSK Ab 6 Jahren
Produktionsland Deutschland / Österreich
URL weltkino.de/filme/ingeborg-bachmann-jemand-der-einmal-ich-war

Hintergründe: Ein literarisches Gipfeltreffen im Kino

  • Sandra Hüller als emotionale Brücke: Nach ihren weltweiten Erfolgen der jüngeren Vergangenheit nutzt Sandra Hüller ihre enorme schauspielerische Wucht hier für eine sehr leise, aber umso eindringlichere Performance. Indem sie Bachmanns Gedankenwelt durchlebt, wird der Film weit mehr als eine historische Dokumentation – er wird zu einem lebendigen Dialog zweier großer Künstlerinnen.

  • Die Handschrift von Regina Schilling: Die Filmemacherin ist bekannt für ihren meisterhaften Umgang mit Archivmaterial. Wie schon in ihren früheren Werken gelingt es Schilling auch hier, historische Dokumente so zu montieren, dass sie eine ungeheure Aktualität entfalten und gesellschaftliche Muster der Nachkriegszeit offenlegen.

  • Blick hinter die Mythen: Der Film entzaubert bewusst das oft stilisierte Bild der leidenden, unnahbaren Dichterikone. Stattdessen zeigt er Ingeborg Bachmann als moderne, politisch denkende und radikal fühlende Frau, deren Ringen um Selbstbestimmung in der patriarchalen Welt der 1950er- und 60er-Jahre bis heute nachwirkt.

Der offizielle Trailer zu Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war

FAQs

Wann kommt „Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war“ ins Kino? Der Dokumentarfilm startet am Donnerstag, den 25. Juni 2026, im Verleih von Weltkino in den deutschen Kinos.

Welche Rolle spielt Sandra Hüller in dem Dokumentarfilm? Sandra Hüller fungiert als emotionale und intellektuelle Vermittlerin. Sie nähert sich Bachmann an einem fiktiven Tag an, improvisiert Szenen und verleiht den Texten und Gedichten der Autorin eine greifbare Stimme.

Wie lang ist die Spielzeit des Films und welche Altersfreigabe gibt es? Die Dokumentation hat eine Laufzeit von 95 Minuten und wurde von der FSK mit einer Altersfreigabe ab 6 Jahren eingestuft.

Welche Lebensstationen von Ingeborg Bachmann werden beleuchtet? Der Essayfilm spannt den Bogen von Bachmanns Kindheit im Krieg in Kärnten über ihre Erfolge bei der Gruppe 47 und ihre komplizierten Liebesbeziehungen (u.a. zu Max Frisch und Paul Celan) bis zu ihrem Tod in Rom.

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