‚Cold Storage‘ Filmkritik: Liam Neeson vs. den Killer-Pilz – Eine schleimige Horrorkomödie

'The Last of Us' trifft auf 'Stranger Things' – Ein rasanter Genre-Spaß mit Herz und viel Schleim

Travis Teacake Meacham (Joe Keery) und Naomi Williams (Georgina Campbell) mit einem ehemaligen Bioterror-Agenten (Liam Neeson) - © STUDIOCANAL / Reiner Bajo
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Die Horrorkomödie „Cold Storage“ startet am 19. Februar im Kino. Hier ist unsere Kritik zum Film mit Liam Neeson.

Der Film beginnt im All und mit der Information, dass ein Spacelab in die Erdatmosphäre gestürzt ist. Aber alles ist sicher. Nur weiß man: Bei dieser Art von Film ist niemals alles sicher, schon gar nicht auf lange Zeit. Zeit wiederum vergeht, bis die eigentliche Geschichte in einem riesigen Lagerraumkomplex beginnt.

Cold Storage Filmszene 010 (c) Studiocanal

‚Cold Storage‘: Zur Handlung – Die tickende Zeitbombe im Keller

Am Anfang steht ein Anruf aus Australien. Ein Tank der NASA, der hier abgestürzt ist, leckt, und was herauskommt, tötet die Menschen. Eine Wissenschaftlerin und zwei Agenten sehen sich die Sache an und schaffen es gerade so, den Pilz von der Ausdämmung abzuhalten. Er wird gekühlt, weggesperrt und dann vergessen. Während Agent Robert weiß, dass das alles eine tickende Zeitbombe ist, interessiert das niemanden.

Viele Jahre später ist das militärische Areal verkauft und zu einem Lagerraumkomplex umgebaut worden. Teacake und Naomi arbeiten hier und gehen einem merkwürdigen Geräusch nach, bis klar wird: Es ist eine Warnung. Der Pilz breitet sich aus und findet im Lagerraumkomplex reichlich Träger, die ihn nach draußen bringen können. Derweil ist Robert auf dem Weg, um den Untergang der Menschheit zu verhindern …

‚Cold Storage‘: Eine Kritik – Neeson in Spiellaune und ein Hauch von Retro-Horror

David Koepp, der u.a. das Skript zu JURASSIC PARK geschrieben hat, verfasste den zugrundeliegenden Roman und dann auch das Drehbuch von COLD STORAGE. Er erfindet das Rad nicht neu. Man hat den ganzen Film über das Gefühl, ähnliches schon gesehen zu haben. Da sind die beiden Angestellten, die in einem miesen Job festsitzen, da ist der Pilz, der sich verbreitet, und der einsame Rufer in der Dunkelheit, der die Menschheit retten will, dem aber keiner glaubt. Nichts davon ist originell, aber die Umsetzung ist gefällig.

COLD STORAGE macht Spaß, vielleicht auch gerade, weil er sich so wohlig-vertraut anfühlt. Die Infizierten sind zombiegleich, aber nicht dämlich, der Pilz an sich wirkt, als hätte man hier den eher lustigen Vorgänger zu THE LAST OF US und Liam Neeson ist mal in einer Rolle zu sehen, bei der man ihm anmerkt: Der hatte ja Spaß. Das galt in den letzten Jahren nicht für viele Neeson-Filme, er hat sich leider häufig an totalen Schund verschwendet.

Joe Kerry, der Steve in STRANGER THINGS spielt, ist die Hauptfigur, der Angestellte Teacake, der mal im Knast saß, aber eigentlich ein ganz lieber ist. Die Rolle ist tatsächlich nicht weit von seiner STRANGER THINGS-Darbietung entfernt, zeigt aber, dass Kerry im Kino gut rüberkommt. Seine Partnerin Naomi wird von Georgina Campbell (BIRD BOX: BARCELONA) gespielt – übrigens jünger, als sie wirklich ist, aber sie funktioniert mit Kerry zusammen sehr gut.

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Fazit: Kurzweiliges Creature-Feature mit Star-Power
Schöne Effekte mit viel Schleim, kernige und amüsante Figuren, eine flotte Erzählweise – COLD STORAGE erfindet das Rad nicht neu, unterhält aber auf ganzer Linie.
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