Die Miniserie „City of Blood“ startete am 16. September bei Disney+. Hier ist unsere Kritik zur Vampir-Serie.
Von 2003 bis 2008 wurde die Graphic-Novel-Reihe BERLINOIR von Tobias O. Meißner und Reinhard Kleist veröffentlicht. Sie erzählen von einer dystopischen Welt, in der Berlin abgeschottet und von einem Vampirclan regiert wird, der Menschen in Konzentrationslagern für die Blutgewinnung hält. Davon merkt man bei CITY OF BLOOD, der neuen Miniserie bei Disney+, wenig, denn die Miniserie fungiert eher als eine Art Prequel.

City of Blood: Zur Handlung – Der Kampf um die Macht im dystopischen Berlin
Eine Pandemie hat das Land ins Chaos gestürzt und es in viele kleine Staaten zerfallen lassen. Nur in Berlin herrscht noch so etwas wie Normalität, hier ringen zwei Parteien um die Vorherrschaft, eine eher konservativ, die andere klar populistisch. In dieser Welt, in der die Grenze zwischen Arm und Reich knallhart verläuft, sind Bea und ihre Schwester Phoebe aufgewachsen, wurden aber vor 15 Jahren getrennt. Jetzt braucht Bea eine Niere von Phoebe, aber die Operation findet nicht statt, weil Phoebe verschwindet. Sie wurde von einem Vampir-Clan gekidnappt.
Derweil versucht ein reicher Vampir, über den Einfluss auf den populistischen Politiker einen neuen Status Quo zu erschaffen, der es erlaubt, dass seinesgleichen nicht mehr auf den Bluthandel angewiesen ist …
City of Blood: Eine Kritik – Starke Gesellschaftskritik leidet unter dem Pacing
Es ist eine einigermaßen merkwürdige Idee, einen Comic zu nehmen, dann aber die Vorgeschichte zu erzählen. Allerdings sahen die Autoren Philipp Kadelbach und Elena Lyubarskaya darin wohl einiges Potenzial, denn sie haben aus CITY OF BLOOD nicht nur eine Vampir-Serie gemacht, sondern eine, in der es um die Klimakrise geht, vor allem aber auch um den Aufstieg einer populistischen Partei. Das ist gerade jetzt natürlich topaktuell und lässt die Serie griffiger erscheinen, als wenn es nur um Blutsauger ginge (das Wort „Vampir“ wird nie benutzt). Aber frei von Problemen ist die Miniserie deswegen nicht.
Mit acht Folgen erscheint sie zu lang. Die Geschichte zieht sich, mäandert aber auch, weil es eine Vielzahl von Figuren gibt. Dabei sind die nominellen Schurkenfiguren – seien es nun Vampire oder Politiker – interessanter als die beiden Schwestern, deren Beziehung eher behauptet als gefühlt erscheint. Man kann sich des Gefühls nicht erwehren, dass hier weniger Folgen eine deutlich fokussiertere Erzählweise ergeben hätten, zumal die einzelnen Episoden auch durchaus lang sind.
Makellos ist dafür die Produktion. Das Set-Design, die Kameraführung, die Inszenierung, das hat alles internationales Niveau und sieht durchwegs gut aus. Dazu kommt eine Besetzung, die aus namhaften deutschen Mimen praktisch jeder Generation besteht, von Lea Drinda als Bea bis hin zu Lars Eidinger als Obervampir.

Serien-Details
| Kategorie | Details |
| Starttermin | 16. September 2026 |
| Format | Miniserie (Streaming) |
| Anbieter | Disney+ |
| Genre | Horror / Dystopie / Polit-Thriller |
| Regie / Creator | Philipp Kadelbach, Elena Lyubarskaya |
| Drehbuch | Philipp Kadelbach, Elena Lyubarskaya |
| Besetzung | Lea Drinda, Lars Eidinger u.a. |
| Vorbehalt / Basis | Basierend auf der Graphic Novel BERLINOIR von Tobias O. Meißner & Reinhard Kleist |
| Themen | Berlin, Vampir-Clan, Prequel, Dystopie, Populismus, Klimakrise, Entführung |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
-
Wann und wo ist ‚City of Blood‘ zu sehen? Die deutsche Miniserie ‚City of Blood‘ ist seit dem 16. September 2026 exklusiv beim Streamingdienst Disney+ verfügbar.
-
Worum geht es in ‚City of Blood‘? Die Miniserie erzählt als Prequel zur Graphic Novel ‚Berlinoir‘ vom Aufstieg eines Vampir-Clans im dystopischen Berlin. Während zwei Schwestern durch eine Entführung getrennt werden, zieht ein Vampir im Hintergrund die Strippen bei einem populistischen Politiker.
-
Welche Schauspieler spielen in ‚City of Blood‘ mit? In den Hauptrollen sind unter anderem Lea Drinda als Bea sowie Lars Eidinger als Anführer des Vampir-Clans zu sehen.



