The End of Oak Street Filmkritik: Wenn T-Rex und Spielberg-Nostalgie die Vorstadt erobern

Unser Urteil: Charmantes 80s-Dino-Abenteuer von David Robert Mitchell mit Ewan McGregor und Anne Hathaway, das trotz kleiner Hänger im Mittelteil ordentlich Laune macht

The End of Oak Street Film 2026 (c) Warner Bros
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Der Sci-Fi-Film „The End of Oak Street“ startet am 13. August im Kino. Hier ist unsere Kritik zum Film mit Ewan McGregor und Anne Hathaway.

Ein Blick auf das Poster von THE END OF OAK STREET genügt eigentlich: Ewan McGregor und Anne Hathaway rennen davon, während ihnen ein Tyrannosaurus Rex ziemlich eindeutig den Tag vermiesen möchte. Damit ist David Robert Mitchells Film erstaunlich treffend zusammengefasst. Hier treffen amerikanische Vorstadtidylle, Achtzigerjahre-Nostalgie und Dinosaurier aufeinander – und über die Gründe sollte man besser nicht zu lange nachdenken.

The End of Oak Street Film 2026 (c) Warner Bros

The End of Oak Street: Zur Handlung – Die Urzeit vor der eigenen Haustür

1981 führen Greg und Denise mit ihren Kindern Audrey und Brian ein äußerlich normales Leben. Tatsächlich kriselt es zwischen den Eheleuten gewaltig. Greg arbeitet als Pizza-Lieferant, Denise hat einen Roman geschrieben und träumt von einem anderen Leben. Doch dann bekommt die Familie ganz andere Probleme. Nach einem mysteriösen Licht am Nachthimmel erwachen die Bewohner eines Teils der Oak Street am nächsten Morgen in der Urzeit. Ihre Häuser stehen noch, rundherum hat sich jedoch einiges verändert. Und die neuen Nachbarn haben große Zähne.

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Regisseur David Robert Mitchell, der 2014 mit IT FOLLOWS seinen Durchbruch feierte und danach UNDER THE SILVER LAKE drehte, versucht sich diesmal an einem ausgewachsenen Blockbuster. Das Ergebnis könnte man etwas salopp als JURASSIC PARK in der Vorstadt bezeichnen. Dass die Geschichte 1981 spielt, ist dafür nicht unbedingt notwendig, sorgt aber für genau jene Atmosphäre, die Mitchell haben möchte. Steven Spielberg lässt immer wieder grüßen, während Michael Giacchinos Musik hörbar versucht, Erinnerungen an John Williams zu wecken.

Das funktioniert erstaunlich gut, reicht aber nicht ganz für die kompletten 100 Minuten. Vor allem im Mittelteil wiederholt sich THE END OF OAK STREET zu häufig. Dinosaurier tauchen auf, Menschen rennen davon, kurz wird durchgeatmet, dann beginnt das Spiel erneut. Mitchell inszeniert diese Begegnungen mit Tempo, Spannung und Humor, irgendwann hätte man sich dennoch eine zusätzliche Idee gewünscht.

Wer außerdem eine Erklärung für die Zeitreise erwartet, dürfte enttäuscht werden. Mitchell interessiert sich überhaupt nicht dafür, warum ein Stück amerikanischer Vorstadt plötzlich Millionen Jahre in der Vergangenheit landet. Es passiert einfach, und damit müssen Figuren wie Zuschauer leben.

Dafür sehen die Dinosaurier ausgezeichnet aus, und gerade die Begegnung mit dem T-Rex hält einige Überraschungen bereit. Weniger überzeugend gerät ausgerechnet der digital animierte Familienhund Starbuck, der bei einer Auseinandersetzung mit einem Flugsaurier plötzlich sehr künstlich aussieht.

Tipp: Mehr Informationen, Details und Hintergründe zu „The End of Oak Street“ hier

Fazit: Schnörkelloser Kinospaß für Nostalgiker
THE END OF OAK STREET erfindet das Dinosaurierkino nicht neu, macht aber über weite Strecken genau das, was er soll: Spaß. Mitchell liefert ein nostalgisches, sympathisches und angenehm schnörkelloses Abenteuer, bei dem die Menschen viel rennen und die Dinosaurier hinterher. Manchmal reicht das eben schon.
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