M.I.A. Serienkritik: Ein Klischeehaufen ohne emotionalen Kompass

Unser Urteil: Wenn coole Posen wichtiger sind als eine logische Story

MIA Staffel 1 (c) Paramount
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Die Thriller-Serie „M.I.A.“ startete am 7. Mai bei Paramount+. Hier ist unsere Kritik zur Serie.

Das Problem der Serie ist schon, dass sie Sympathie erzeugen will – für Drogenschmuggler. Weil das Schmuggeln von Drogen natürlich sehr viel besser ist als Menschenhandel. Kann man so sehen, bei den Drogen gehen aber auch Tausende drauf.

MIA Staffel 1 (c) Paramount

‚M.I.A.‘: Zur Handlung – Moral unter Drogenschmugglern

Etta ist jung, intelligent und hätte das Zeug fürs College, aber sie möchte ins Familiengeschäft einsteigen. Das besteht darin, dass mit zwei Booten aufs Mehr gefahren wird, man Drogen einsammelt und aufs Festland bringt. Damit ist die Familie reich geworden, aber als der Drogenclan sein Portfolio erweitert und in den Menschenhandel einsteigt, ist Etta schockiert. Sie lässt alle Frauen frei.

Dafür muss ihre Familie einen hohen Preis bezahlen. Denn der Drogenclan löscht sie alle aus. Nur Etta überlebt, die nun Rache schwört …

‚M.I.A.‘: Eine Kritik – Stars als Köder und ein Meer aus Klischees

Drogenschmuggler, die aus dem Spiel genommen werden – das reicht nicht, um den Zuschauer emotional zu packen. Im Grunde scheint es auch Etta nicht zu packen. Die schreit zwar unter Wasser, als es passiert, aber danach herrscht emotionaler Ruhezustand. Man spürt nie, dass der Verlust sie wirklich trifft. Vielmehr soll cool erzählt werden, wie sie zum Racheengel wird. Darum tun ihr auch schwere Wunden nicht viel. Man merkt schon, mit M.I.A. ist man im Reich des Hanebüchenen. Garniert wird das Ganze durch Plotlöcher, jede Menge irrationale Entscheidungen und Klischees, die allen Filmen und Serien entliehen sind, die die Macher wohl mögen.

Die Staffel mit acht Folgen zieht sich ein wenig. Die Besetzung reißt es auch nicht raus, denn die bekannten Namen erleben das Ende der ersten Folge nicht: Danay Garcia (FEAR THE WALKING DEAD) als Ettas Mutter, David Denman (PEACEMAKER) als ihr Vater und Edward James Olmos (BATTLESTAR GALACTICA) als todkranker Clan-Boss. Als die alle raus sind, verflacht das Schauspiel zusehends.

Tipp: Wir hatten bereits hier über M.I.A berichtet

Details zur Serie

Kategorie Details
Produktion Paramount
Starttermin 7. Mai 2026
Besetzung Danay Garcia, David Denman, Edward James Olmos
Genre Action / Thriller / Crime
Episoden 8 Folgen
Themen Rache, Drogenschmuggel, Kartelle
Offizielle URL [Wird ergänzt]

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

  • Lohnt sich die Serie für Fans von Edward James Olmos? Nur bedingt, da er und andere bekannte Stars die erste Folge nicht überleben.

  • Ist ‚M.I.A.‘ sehr actionreich? Es gibt Action-Elemente, diese wirken aber oft unrealistisch und übertrieben, da die Hauptfigur kaum Schwächen zeigt.

  • Geht es in der Serie um eine wahre Geschichte? Nein, es handelt sich um eine rein fiktive Story, die sich stark bei bekannten Genre-Klischees bedient.

  • Wird es eine 2. Staffel geben? Das Ende lässt die Tür offen, angesichts der Qualität der ersten Staffel ist eine Fortsetzung jedoch eher fraglich.

MIA Staffel 1 (c) Paramount

Fazit

Ein Rachefeldzug zum Vergessen
Die Serie ist albern, mäandert, lässt kein Klischee aus und läuft auf ein Ende hin, das wohl auf Staffel 2 abzielt. Irgendwo ist aber zweifelhaft, dass die jemals kommen wird …
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