Die Thriller-Serie „Legends“ startete am 7. Mai bei Netflix. Hier ist unsere Kritik zur Serie.
Die neue, sechsteilige Serie LEGENDS kehrt in die frühen Neunzigerjahre zurück, als Drogen Großbritannien überschwemmten und in Ober- und Unterschicht sich jede Menge Leute den goldenen Schuss setzten.
‚Legends‘: Zur Handlung – Drei Wochen bis zur Legende
Die Drogen nehmen überhand, weswegen Premierministerin Margaret Thatcher verspricht, dem Einhalt zu gebieten. Das Problem ist nur, dass der Zoll nicht mehr Geld bekommt, um zu verhindern, dass mehr Drogen ins Land kommen. Ein paar Freiheiten ist alles, was möglich ist. Darum werden innerhalb der Zollbehörde Leute rekrutiert, die Undercover arbeiten können. Mehr als eine dreiwöchige Ausbildung gibt es nicht, bevor ein Einzelgänger in London die türkische Drogenmafia und ein Duo in Liverpool eine einheimische Drogengang infiltrieren soll …
‚Legends‘: Eine Kritik – Undercover ohne Netz und doppelten Boden
Die Geschichte ist in ihrem Kern wahr, aber dramatisiert, wobei die Figuren gänzlich eigenständig sind. Das wirklich Kuriose daran ist eigentlich, dass man Leute nach nur drei Wochen Ausbildung losschickte, um im Drogenmilieu zu ermitteln. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen. Es dauert länger, einen Führerschein zu machen, als diese Leute haben, um für ihren Undercover-Einsatz fitgemacht zu werden.
Daraus bezieht die Serie einiges an Dynamik, aber auch Spannung, weil die Protagonisten im Grunde ähnlich ahnungslos wie die Zuschauer sind. Der Anfang der Miniserie ist stark, im Mittelteil zieht sie sich jedoch etwas. Ein häufiges Phänomen bei Miniserien. Letztlich wäre LEGENDS wohl besser, wenn man die Geschichte auf vier Folgen kondensiert hätte. Aber dennoch, die u.a. mit Steve Coogan besetzte Serie hat ihren Reiz, was einerseits an der Story, andererseits an den Figuren liegt, mit denen fast schon das Fisch-auf-dem-Trockenen-Prinzip durchgezogen wird.
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