Der Abenteuerfilm „The Weight“ startet 19. November im Kino. Hier ist unsere Kritik zum Film mit Ethan Hawke.
Der im und um das bayerische Viechtach gedrehte Film benennt im Titel, was er inhaltlich vermissen lässt: Gewicht. THE WEIGHT ist ein solider Film, aber eben auch nie mehr als das. Gut ansehbar, aber weit davon entfernt, Konventionen zu überkommen. Ihm fehlt die Gravitas, um wirklich groß zu werden.

The Weight: Zur Handlung – Ein hochgefährlicher Goldtransport
1933: Murphy sucht mit seiner Tochter nach einer neuen Wohnung, legt sich mit Polizisten an, wird verhaftet und zu Strafarbeit verknackt. Dort erweist sich der Ingenieur als fähig, so dass er eine Chance bekommt, vorzeitig entlassen zu werden. Dafür muss er nur mit drei anderen Sträflingen zusammen eine riesige Menge an Gold quer durch das Land transportieren. Eine außergewöhnlich gefährliche Aufgabe …
The Weight: Eine Kritik – Ethan Hawke strahlt, Russell Crowe bleibt blass
Der Film versteht es nicht, die Landschaften gewinnbringend zu nutzen. Bayern doubelt für Oregon, aber das funktioniert. Die Landschaft wird aber kein weiterer Protagonist, sie ist nur Staffage, während die vier Hauptfiguren ihre Mission erfüllen und sich – natürlich – Probleme einstellen, weil Gold eben immer auch Begehrlichkeiten weckt.
Technisch ist THE WEIGHT gut gemacht. Straff inszeniert, gutgeschrieben, ansprechend aufgenommen, aber nur in einer Hinsicht ist der Film wirklich überragend. Das ist Ethan Hawkes Darstellung. Sie erhebt den Film ein klein wenig über den Standard, während Russell Crowe kaum etwas zu tun hat. Letztlich ist THE WEIGHT aber Durchschnitt, der an größere Meisterwerke erinnert, etwa William Friedkins ATEMLOS VOR ANGST. Sicher, dort transportieren sie Nitroglyzerin und kein Gold, aber eine Brückensequenz gibt es in beiden Filmen – und in beiden ist sie ein Highlight.
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