Blumhouse hat schon mehrere Filme für Prime Video produziert, mit THE BONDSMAN gibt es nun eine knackige Serie, die auch deswegen so flott erzählt ist, weil es sich um halbstündige Episoden handelt. In denen jagt Kevin Bacon Dämonen hinterher, hat aber meist weit irdischere Probleme.
The Bondsman – Zur Handlung
Hub Halloran ist Kopfgeldjäger, dem bei einem Einsatz die Kehle durchgeschnitten wird. Er stirbt und kehrt zurück. Wie er erfährt, hat der Teufel ihn wieder auf die Erde geschickt. Denn Hub kam in die Hölle, und nun soll er das tun, was er am besten kann: als Kopfgeldjäger agieren. Nur dass er jetzt nicht mehr Kautionsflüchtige, sondern Dämonen jagt, die der Hölle entkommen sind.
Nach und nach zieht Hub dabei seine ganze Familie mit rein, die sich fragt: Wieso ist er überhaupt in die Hölle gekommen?

The Bondsman – Eine Kritik
Die Serie erinnert an ASH VS. EVIL DEAD, nur dass Hub Halloran sich nicht nur für fähig hält, sondern das auch ist. Er hat einen rauen Charme, den Kevin Bacon perfekt zur Geltung bringt. Die Geschichten sind nicht brüllend originell, aber unterhaltsam erzählt. Vor allem liegt das an den starken Figuren, und hier die von Beth Grant gespielte Mutter von Hub, die auch im höheren Alter noch für jeden Kampf bereit ist. Dass Grant und Bacon kaum zehn Jahre Altersunterschied trennen, fällt nicht auf, weil Bacon jünger wirkt, als er ist.
Auch in Interaktion mit seiner Ex-Frau und seinem Sohn gefällt die Serie, vor allem aber im Clinch mit Lucky, dem neuen Gauner-Mann seiner Ex-Frau, der es war, der Hub die Kehle durchschneiden ließ. Die Dämonen der jeweiligen Folge sind im Grunde völlig austauschbar und auch relativ schnell besiegt. Aber das kommt mit Konsequenzen daher, da Hub ja echte, besessene Menschen töten muss, weswegen die Polizei gegen ihn ermittelt.
THE BONDSMAN ist ein wunderbarer Horror-Comedy-Snack mit ein paar knackigen Splatter- und Gore-Einlagen, vor allem aber einem rotzigen Humor, der bei der Stange hält. Die erste Staffel endet mit einem Cliffhanger.