Die Horrorkomödie „Ready or Not 2: Here I Come“ startet am 9. April im Kino. Hier ist unsere Kritik zum neuen Film mit Samara Weaving.
Sieben Jahre nach dem ersten Teil gibt es tatsächlich die Fortsetzung – man hätte es ja nicht mehr erwartet. Wieder vom Duo Radio Silence verwirklicht, muss Samara Weaving erneut ums Überleben kämpfen. Ja, das ist nun nicht die originellste Fortsetzung, aber Laune macht der Film allemal.

Ready or Not 2: Here I Come: Zur Handlung – Jagdsaison auf die Braut
Grace hat ihre Hochzeit überlebt – ihre angeheiratete Familie explodierte, weil der Deal mit Satan das eben so vorsah. Aber der Tod der Familie hat ein seltenes Ereignis ausgelöst, weswegen die Köpfe anderer Familien sehr darauf erpicht sind, auf die Braut Jagd zu machen. Denn wenn sie bis zur Dämmerung stirbt, dann wird ihr Mörder zum neuen Herrscher über die Organisation, die die Weltgeschicke lenkt.
Mit reingezogen wird dabei Graces entfremdete Schwester Faith. Wieder mal geht es ums Überleben. Kann die Braut ein zweites Mal die Nacht durchstehen?
Ready or Not 2: Eine Kritik – Stars, Gore und schwarzer Humor
Die Idee hinter der neuen Menschenjagd ist klar, simpel strukturiert, in sich stimmig – doch, das kann man so lassen, zumal der Film all das hat, was schon den ersten Teil zum Erfolg und zum großen Spaß werden ließ: Eine Heldin, die schlagkräftig, aber verwundbar ist, ein Kader an Jägern, denen der Arsch auch auf Grundeis geht, weil sie töten müssen, wenn sie überleben wollen, und reichlich fiese Gelegenheiten, bei denen Jäger und Gejagte aufeinandertreffen. Die Figuren sind dabei minimal charakterisiert. Vor allem leben sie von Extremen (herrlich: Nestor Carbonell als mieser Schütze mit dem Scharfschützengewehr), aber auch von den Darstellern.
Denn Leute wie Shawn Hatosy oder Sarah Michelle Gellar verleihen diesen Figuren eine Gravitas, die weit über das hinausgeht, was auf dem Papier steht. Auch die Interaktion von Samara Weaving mit Kathryn Newton ist top. Sicher, die entfremdeten Schwestern, die sich zusammenraufen müssen, sind auch ein Klischee. Aber es funktioniert und Radio Silence nutzt das für ein paar schnippische Momente, aber auch für Gefühl.
READY OR NOT 2: HERE I COME ist gut darin, das Absurde der Situation herauszustellen. Ein echtes Highlight ist dabei Elijah Wood als Anwalt des Teufels, der sehr genau im Auge behält, dass alles regelkonform abläuft. Er hat ein paar der besten Szenen im Film abbekommen. Man achte nur auf ihn, wenn klar ist, dass mal wieder jemand explodiert.
Die Story ist größer aufgezogen, es spritzt mehr Blut, die Gewalt ist einen Tick hochgefahren und es geht um sehr viel mehr, was der Film auch nutzt, um mit den Erwartungen nicht nur zu spielen, sondern sie auch zu umschiffen.
Mehr Informationen: READY OR NOT 2 | Trailer & Poster zum heißersehnten Sequel: Das albtraumhafte Spiel geht weiter



