Pulse – Grey’s Anatomy auf Sparflamme (Serienkritik)

Die Krankenhausserie „Pulse“ startete am 3. April bei Netflix. Hier ist unsere Kritik zur Serie.

(c) Netflix
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PULSE ist eine neue Krankenhausserie. Es gibt durchaus Möglichkeiten, sich auch in diesem narrativ begrenztem Subgenre eigenes Terrain abzustecken. Man denke nur an NEW AMSTERDAM oder ATLANTA MEDICAL. Aber PULSE fehlt jeder Funken Originalität. Die Serie mutet wie ein mauer Aufwasch von GREY’S ANATOMY an.

Pulse – Zur Handlung

In einem Krankenhaus in Miami kommt es zum Hurrikan, der für massive Unfälle und damit eine Flut von Verletzten sorgt. Just in dem Moment gibt es in der Notaufnahme des örtlichen Krankenhauses Umbesetzungen, denn der leitende Assistenzarzt wurde suspendiert, da ihm sexuelles Fehlverhalten vorgeworfen wird. Kurioserweise wird die Frau, die die Anschuldigungen erhoben hat, zur neuen leitenden Assistenzärztin …

(c) Netflix

Pulse – Eine Kritik

Alleine das ist an Absurdität schon nicht zu überbieten. Es kratzt total an der ohnehin sehr dünnen Glaubwürdigkeit dieser Serie. Was auch schwach ist: Wenn jemand mit dem Skalpell ansetzt, dann ohne vorher abzutasten. Hey, es könnten ja Rippen im Weg sein, aber egal, wer braucht schon medizinische Berater, wenn man sich einfach durchwursteln kann.

Das gilt auch für die Figuren, die allesamt wie vom Reißbrett erscheinen. Ihnen fehlt Eigenständigkeit. Eine gute Krankenhausserie muss schon mit der ersten Folge packen. Mit interessanten Figuren, mit starken Fällen, hier ist aber nichts davon zu sehen. Stattdessen gibt es noch einige Rückblicke, die den Erzählfluss auch noch torpedieren.

Mit Willa Fitzgerald (Roscoe in der ersten REACHER-Staffel) und Jessie T. Usher (A-Train in THE BOYS) gut besetzt, aber auch die zwei können nichts retten.

Pulse – Grey’s Anatomy auf Sparflamme (Serienkritik)
Fazit
Halbgare Krankenhausserie, die qualitativ weit, weit unter ähnlichen Formaten angesiedelt ist.
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