Malcolm mittendrin: Unfair wie immer Kritik: Nostalgie allein reicht nicht

Unser Urteil: Ein frustrierendes Wiedersehen – Wenn Fan-Service die Serie ruiniert

Malcolm Mittendrin: Unfair wie immer – Staffel 1 (c) 2025 Disney
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Die Comedy -Serie „Malcolm mittendrin: Unfair wie immer“ startete am 10. April bei Disney+. Hier ist unsere Kritik zur Serie.

Malcolm Mittendrin: Unfair wie immer – Staffel 1 (c) 2025 Disney

Im Grunde ist es kurios, dass MALCOLM MITTENDRIN: UNFAIR WIE IMMER nur wenige Wochen nach dem Start der Neuauflage von SCRUBS kommt. Denn beide Serien könnten unterschiedlicher nicht sein. Die eine setzt auf Fanservice und platte Nostalgie, die andere erhält, was sie einst groß machte und führt die Geschichte und ihre Figuren dennoch konsequent weiter. Bei diesen beiden ist die Fortsetzung von MALCOLM MITTENDRIN die enttäuschende.

Malcolm mittendrin: Zur Handlung – Flucht zwecklos

Malcolm legt maximal weit von seiner Familie entfernt, weil er nach dem College merkte, dass er selbst ein besserer Mensch ist, wenn er seine Sippe nicht um sich hat. Zum 40. Hochzeitstag will Lois ihren Junior aber dabeihaben, was dazu führt, dass lange gehütete Geheimnisse ans Licht kommen.

Malcolm Mittendrin: Unfair wie immer – Staffel 1 (c) 2025 Disney

Malcolm mittendrin: Eine Kritik – Fremdscham statt Lacher

Im Grunde ist man froh, dass es nur vier Folgen sind. Im Grunde ist es wie ein Film, der relativ schnell vorbei ist. Denn die Miniserie enttäuscht auf ganzer Linie. Was einst lustig war, das Brechen der vierten Wand, wenn Malcolm direkt zum Publikum spricht, wird nun inflationär bemüht, und das nicht nur mit Malcolm, sondern auch seiner Tochter. Über weite Strecken der Handlung ist Malcolm zudem nicht mittendrin, sondern außen vor. Das verhindert auch, dass die Dynamik von einst aufkommen kann.

Die Miniserie wirkt zusammengeschustert, die überlange Sequenz mit dem unter Drogen stehenden Hal, der sich mit anderen Versionen seiner selbst auseinandersetzen muss, mag zwar für Bryan Cranston amüsant gewesen sein, gerät aber für den Zuschauer zu einer Lektion in Fremdscham. Das wiederum will bei einer Figur wie der es ewigen Tollpatschs Hal schon etwas heißen.

Die Serie setzt ganz und gar auf Nostalgie. Dass man sie bis zum Ende durchsteht, liegt nur an den guten Erinnerungen an früher. Der Fanservice ist aber auch kontraproduktiv. Bei der Hochzeitsfeier gibt es zahlreiche Gastauftritte von Figuren der alten Serie, auch wenn die realistisch bei einer Hochzeitstags-Feier von Hal und Lois gar nichts zu suchen haben (Francis‘ alte Kadettenkumpel, Malcolms nervige Freunde oder Francis‘ alte Chefin). Die Serie will zu viel, und schafft damit zu wenig.

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Eine Fortsetzung zum Vergessen
Am Ende fühlt man sich wie Malcolm selbst. Man wird hineingezogen in diese Familie, möchte ihr aber trotz allem guten Willen am liebsten fernbleiben. Die Serie hätte gut werden können, aber hey, das Leben ist halt unfair.
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