Das Fantasy-Drama „Dust Bunny“ startet am 19. Februar im Kino. Hier ist unsere Kritik zum Film von Bryan Fuller.
Für sein Kinodebüt hat Autor Bryan Fuller nicht nur das Drehbuch geschrieben, sondern auch die Regie übernommen. Er wählte für seinen Film das ungewöhnliche Format von 3,00:1, wodurch oben und unten Balken sind und ein klaustrophisches vertikales Gefühl entsteht, während die Bilder vor Farben übergehen und der Look zum Träumen einlädt.

‚Dust Bunny‘: Zur Handlung – Das Monster unter dem Bett
Die kleine Aurora traut sich nicht aus ihrem Bett. Wer auch immer den Boden berührt, wird von einem Monster, das unter den Dielen haust, gefressen. So ist es schon mehreren ihrer Pflegefamilien ergangen, und nun auch ihren jüngsten Neu-Eltern. Als sie Zeuge davon wird, wie ihr Nachbar aus Appartement 5B ein Monster tötet, möchte sie ihn anheuern, um ihr Monster zu vernichten. Aber der Nachbar glaubt nicht an das Monster – nur an solche in Menschengestalt.
Er glaubt vielmehr, dass die Leute, die hinter ihm, den Auftragskiller her sind, versehentlich in der falschen Wohnung waren. Oder irrt er sich?
‚Dust Bunny‘: Eine Kritik – Ein Gedicht aus Licht und Farben
In den ersten 20 Minuten wird kaum etwas gesagt. Fuller verlässt sich ganz und gar auf die Kraft seiner Bilder, und die ist wahrlich wirkmächtig. Es ist ein Rausch aus Farben, der an Mario Bavas beste Werke erinnert, aber auch ein phantasievolles Set-Design, das bei Wes Anderson oder Guillermo del Toro ähnlich hätte sein können. Die Bilder sind ein Gedicht, jedes einzelne könnte man ausdrucken und an die Wand hängen.
Fuller hält seine Phantasie nicht zurück. Es gibt reichlich schräge Momente. Manche erscheinen gar losgelöst von allem, wie die Sequenz in der Kirche. Nicht alles geht ineinander über, gerade solche Szenen wirken wie Fremdkörper, aber welche, die man vom ersten bis zum letzten Moment genießt.
Der Film wirkt metaphorisch, weil er lange offenlässt, ob es dieses Monster nun gibt oder ob Aurora es sich nur einbildet und der Killer mit seiner Einschätzung recht hat. Irgendwann legt der Film sich fest. Auf wunderbare Weise, möchte man sagen. Bis in die Nebenrollen (Sigourney Weaver, David Dastmalchian) toll besetzt, wird der Film vor allem von Mads Mikkelsen und der kleinen Sophie Sloan, die anmuten, als wären sie Leon und Matilda, nur nicht in einem Luc-Besson-, sondern einem Wes-Anderson-Film.
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