Die Krimiserie „Die Falle“ startet am 13. Oktober bei Netflix. Hier ist unsere Kritik zur Romanverfilmung.
Mit DIE FALLE wurde Melanie Raabes erster Roman verfilmt. Es ist ein durchaus clever konstruierter Krimi, bei dem es gelingt, die interessante narrative Struktur einer Autorin, die ein Buch schreibt, auch filmisch umzusetzen.

Die Falle: Zur Handlung – Ein Buch als perfekte Falle
Lisa Konrad fand ihre Schwester Anna vor zehn Jahren sterbend vor. Sie sah den Täter, er wurde aber nie gefasst. Danach zog sich die Bestseller-Autorin zurück, änderte ihren Namen, zog in ein herrschaftliches Anwesen ein und verließ dieses nicht mehr. Eines Nachts sieht sie den Mörder im Fernsehen – er ist ein Journalist. Sie beginnt zu recherchieren und fasst einen Plan, denn sie braucht die DNA des Mannes, um ihn überführen zu können.
So beginnt Lisa mit dem Schreiben eines Kriminalromans, der sich mit dem Mord an ihrer Schwester befasst. Danach will sie, die nie Interviews gegeben hat, dem Mörder eines geben, der zuvor natürlich ihren Roman gelesen haben muss …
Die Falle: Eine Kritik – Visualisierte Fantasiewelten und cleverer Spannungsaufbau
Die Geschichte ist interessant aufgebaut. Optisch packend ist, wenn Lisa erzählt, wie sie in ihrer Phantasie in andere Länder und Städte reist, ebenso interessant ist, wenn sie ihren neuen Roman schreibt und dies visualisiert wird. Da erreicht die Serie eine Art von Metafiction, weil gleich zwei Handlungsebenen bedient werden. Zudem ist der Kriminalfall clever aufgebaut. Es ist eine Falle, die minutiös vorbereitet wird, aber während Lisa ihren Roman schreibt und zugleich trainiert, um sich dem Mörder stellen zu können, fragt man sich, ob sie nicht letztlich sich selbst eine Falle stellt.
Mit sechs Folgen ist die Serie auch nicht zu lang. Sie nutzt den Raum, den ihr das Format im Vergleich zu einem Film einräumt, um die Figuren, aber auch die Ausgestaltung dieser Falle sehr schön auszuarbeiten.
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