Die Komödie „Der perfekte Urlaub“ startet am 22. Oktober im Kino. Hier ist unsere Kritik zum Film.
Sieben Jahre nach DAS PERFEKTE GEHEIMNIS gibt es ein Wiedersehen mit der chaotischen Freundesclique. Das ist durchaus bemerkenswert, denn Bora Dagtekins Komödie war bereits das Remake eines italienischen Films von 2016, der weltweit zahlreiche Neuverfilmungen nach sich zog, aber nie fortgesetzt wurde. In Deutschland macht man es nun wie bei DER VORNAME, der mit DER NACHNAME und DER SPITZNAME gleich zwei Nachfolger erhielt.

Der perfekte Urlaub: Zur Handlung – Finca-Chaos und Clubhotel-Wahnsinn
Diesmal verschlägt es die Freunde nach Mallorca. Pepe (Florian David Fitz), Leo (Elyas M’Barek), Rocco (Wotan Wilke Möhring) und Simon (Frederick Lau) treffen sich unter reichlich dubiosen Umständen in einer Finca. Keiner hat den anderen die ganze Wahrheit erzählt. Auch die Frauen sind unter falschen Vorwänden angereist: Carlotta (Karoline Herfurth), Marika (Diana Amft), Eva (Jessica Schwarz) und deren Tochter Sophie (Emily Kusche). Als die Finca schließlich in Flammen aufgeht, landet die Gesellschaft in einem Clubhotel, wo sich reichlich Gelegenheit bietet, alte Konflikte wieder aufzuwärmen und neue Katastrophen anzuzetteln.
Der perfekte Urlaub: Eine Kritik – Holpriger Start, dann zündender Wortwitz
Der Einstieg ist etwas mühsam. Dagtekin muss einige ziemlich abenteuerliche Konstruktionen bemühen, um sämtliche Figuren auf der Insel zusammenzubringen. Das wirkt zunächst reichlich bemüht. Doch sobald die Clique vollständig versammelt ist, findet der Film seinen Rhythmus. Die Dialoge sitzen, die Situationen werden immer absurder und die knapp zwei Stunden vergehen erstaunlich schnell.
Dabei setzt Dagtekin nicht ausschließlich auf Klamauk. Pepe muss sich mit seiner Sexualität auseinandersetzen, Rocco mit den Konsequenzen seiner Entscheidungen. Zwischen den zahlreichen Albernheiten gibt es deshalb auch ernstere Momente. Die halten allerdings selten lange an, bevor der nächste Gag die Stimmung wieder auflockert.
Die Darsteller harmonieren prächtig miteinander. Besonders erfreulich ist Diana Amft, mit der Dagtekin seine DOCTOR’S-DIARY-Hauptdarstellerin zurückholt. Auch die übrigen Schauspieler haben sichtlich Vergnügen daran, ihre Figuren erneut aufeinander loszulassen. Einige Outtakes im Abspann unterstreichen das.
Trotz der vielen Charaktere verliert Dagtekin keinen aus den Augen. Jeder bekommt seine Momente, die verschiedenen Handlungsstränge greifen sauber ineinander. Dass dabei manches völlig überdreht ist, gehört zum Vergnügen.
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