Der Thriller „Dead of Winter“ startet am 19. Februar im Kino. Hier ist unsere Kritik zum Film mit Emma Thompson.
DEAD OF WINTER ist eine deutsch-kanadisch-amerikanische Ko-Produktion, die in Finnland gedreht wurde und in den USA spielt. Was für ein Mix, aber einer, der für hohe Spannung sorgt. Denn so minimalistisch die Geschichte dieses Films auch ist, die Umsetzung inklusive der eindrucksvollen Landschaft punkten auf ganzer Linie. Ein Thriller, der nicht nur die Haupthandlung spannend vorantreibt, sondern auch die Figuren charakterlich sehr gut erfasst.

„Dead of Winter“: Zur Handlung der unfreiwilligen Zeugin
Barb ist mitten im Winter auf dem Weg zum Lake Hilda. Irgendwann muss sie nach dem Weg fragen und bemerkt am Boden Blut, aber der Mann wiegelt habe, er habe nur Rotwild gejagt. Später am See wird sie dann Zeuge davon, wie der Mann eine junge Frau jagt und wieder einfängt. Barb verfolgt den Mann und sein Opfer, das im Keller festgekettet wird.
Sie setzt nun alles daran, die junge Frau zu befreien, doch der Mann ist nicht alleine, und seine Frau noch weit gefährlicher …
„Dead of Winter“: Die Kritik – Ein Duell zwischen zwei verzweifelten Frauen
Die Handlung ist eigentlich simpel. Entführer und potenzielle Mörder auf der einen Seite, eine Frau, die das Richtige tun will, auf der anderen. Aber was dazwischen passiert, ist der Grund, wieso der Film so gut funktioniert. Weil er mit kurzen Rückblicken mehr Verständnis für Emma Thompsons Figur Barb liefert und erklärt, wieso sie überhaupt an diesem unwirtlichen Ort ist. Aber auch, weil die Dialoge der Entführer eine Verzweiflung offenbaren, die man nachvollziehen kann. Deswegen heißt man nicht gut, was Judy Greers Figur tut, aber es ist eine klare, echte, authentische Motivation. Im Verlauf des Films prallen die beiden Frauen aufeinander – es ist ein Duell, das hochspannend ist.
Wer sich fragt, wie es möglich war, mit der Schauspielerin für die junge Barb eine Frau zu finden, der man tatsächlich abnimmt, die jüngere Emma Thompson zu sein, dem kann geholfen werden. Es sind die Gene, denn die junge Barb wird von Thompsons Tochter Gaia Wise gespielt. Sie war u.a. in vier Folgen von DER DOKTOR UND DAS LIEBE VIEH Charlotte Beauvoir.
Eindrucksvoll sind die Drehorte. Der Schnee, die Kälte, die Isolation, all das nutzt der Film zu seinem Vorteil. Er verdichtet damit, dass hier im Grunde nur vier Menschen umeinanderkreisen – jeweils zwei gegen zwei. Es gibt noch andere Figuren, aber die sind nebensächlich. Darum können Thompson und Greer auch glänzen, weil sie wie Antipoden sind. Thompson zeigt dabei wieder ihre Wandlungsfähigkeit, wenn man bedenkt, wie sie in der bei Apple TV laufenden Serie DOWN CEMETERY ROAD spielt.
Mehr zum Film in unseren News:
- DEAD OF WINTER – EISIGE STILLE: Emma Thompson kämpft in der Wildnis um Leben und Tod
- Trailer-Start: DEAD OF WINTER – EISIGE STILLE – Emma Thompson im Kampf gegen die tödliche Kälte



