Die Miniserie „Carrie“ startete am 7. Oktober bei Prime Video. Hier ist unsere Kritik zur Romanverfilmung nach Stephen King.
Stephen Kings Debütroman wurde bereits dreimal verfilmt. 1976 schickte Brian De Palma Sissy Spacek als DES SATANS JÜNGSTE TOCHTER, so der Untertitel, ins Kino, im Jahr 2002 gab es eine Fernsehversion mit Angela Bettis in der Hauptrolle, und 2013 folgte ein Remake fürs Kino mit Chloe Moretz. Es stellt sich also die Frage: Gibt es überhaupt einen Grund, die Geschichte noch einmal umzusetzen? Die knappe Antwort: Ja, wenn man es wie King-Experte Mike Flanagan (DOCTOR SLEEP, LIFE OF CHUCK u.a.) macht.

Carrie: Zur Handlung – Entfremdung, Cybermobbing und unheimliche Kräfte
Carrie verbrachte die ersten 16 Jahre ihres Lebens abgeschieden in einem Haus. Sie war nie in der Schule, ihren Eltern hielten sie von allem fern. Als ihr Vater stirbt und die Behörden auf sie aufmerksam werden, muss ihre Mutter arbeiten und sie in die Schule. Die sehr streng und nach religiösen Dogmen erzogene Carrie ist extrem freundlich, wird in der Schule aber schon bald das Opfer von Mobbing, wobei sich ihre telekinetischen Kräfte immer mehr offenbaren. Kräfte, die auch anderen nicht verborgen bleiben.
Carrie: Eine Kritik – Mike Flanagan bringt den Horror ins digitale Zeitalter
Mike Flanagan ist ein Experte darin, Geschichten zu nehmen, ihren Kern zu erfassen und sie neu, modern und mit eigenen Ansätzen zu erzählen, das hat er schon bei ein paar seiner Miniserien gezeigt. An CARRIE war er interessiert, weil er sehen wollte, wie die Schulerfahrung sich verändert hat, von Kings originalem Roman aus den Siebzigerjahren über seine eigenen High-School-Erfahrungen aus den Neunzigern bis hin zu denen seines Teenager-Sohns, der jetzt die High School besucht. Entsprechend hat die Art des Mobbings auch eine ganz neue Qualität erreicht, weil Carrie nicht nur gedemütigt wird, sondern man sie auch zum Täter macht – augenscheinlich. Denn jemand hat einen Online-Account in ihrem Namen eröffnet und Videos und Bilder gepostet, die andere gegen sie aufbringen.
Für die Titelrolle hat Flanagan mit Summer H. Howell eine bewusst zarte junge Frau gefunden, die mit ihren Manierismen, aber auch ihrer Kleidung ein starker Gegenpol zu den Teenies der High School ist. Es mutet an, als wäre sie ein Kleinkind, was auch dadurch akzentuiert wird, dass sie ihr ganzes Leben von allem abgeschirmt wurde. Eine Szene mit Übung, was im Fall eines Amoklaufs zu tun ist, ist da besonders prägnant.
Schon in der ersten Folge zeigt Flanagan mit kurzen Einschüben, wie es endet, wie die Schule brennt, wie viele starben, wie die Straße in Flammen steht. Damit deckt er ab, was man von dem Stoff erwartet, geht aber auch in eigene Richtungen, denn schon hier etabliert er, dass jeder die falschen Fragen stellt. Immer nach Carrie, aber nie nach jenen Unbekannten auf der Prom, die nicht minder Anteil an dem Massaker hatten. Flanagan öffnet damit die Geschichte, so wie es King im Grunde auch tat. Das Thema der Telekinese oder der psychischen Fähigkeiten hat ihn auch im weiteren Verlauf seiner Karriere interessiert, etwa mit FIRESTARTER oder DAS INSTITUT.
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Serien Details
| Kategorie | Details |
| Starttermin | 07. Oktober 2026 |
| Format | Streaming-Miniserie |
| Anbieter | Prime Video |
| Genre | Horror / Drama / Coming-of-Age |
| Vorlage | Roman „Carrie“ von Stephen King |
| Regie / Showrunner | Mike Flanagan |
| Hauptbesetzung | Summer H. Howell (Carrie White) u.a. |
| Themen | Telekinese, Cybermobbing, religiöser Fanatismus, Isolation, High School, Stephen King |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
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Wann und wo ist die ‚Carrie‘-Miniserie zu sehen? Die Miniserie ‚Carrie‘ von Regisseur Mike Flanagan ist am 7. Oktober 2026 exklusiv auf Prime Video gestartet.
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Worum geht es in der Neuverfilmung von ‚Carrie‘? Das isoliert und streng religiös aufgewachsene Mädchen Carrie kommt erstmals an eine öffentliche High School. Dort wird sie Opfer von modernem Cybermobbing, während ihre unheimlichen telekinetischen Kräfte immer weiter anwachsen.
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Wer führt Regie bei der neuen ‚Carrie‘-Serie? Horror-Spezialist Mike Flanagan (Doctor Sleep, Spuk in Hill House) zeichnet als Showrunner und Regisseur für die Neuinterpretation verantwortlich.




