A WORKING MAN basiert auf dem ersten Levon-Cade-Roman von Comic-Autor Chuck Dixon. Der hat mittlerweile ein Dutzend davon abgeliefert. Reichlich Stoff also für Fortsetzungen (zumindest eine deutet das Ende auch an). Die Rechte daran waren von Sylvester Stallone erworben worden, der eigentlich eine Fernsehserie daraus machen wollte. Jetzt wurde es ein Film. Nach HOMEFRONT ist das der zweite Film nach einem Sly-Drehbuch, in dem Jason Statham die Hauptrolle spielt.
A Working Man – Zur Handlung
Levon Cade war Soldat bei der britischen Armee, seit Jahren arbeitet er am Bau. Mit seinem Schwiegervater hat er wegen des Sorgerechts seiner Tochter Schwierigkeiten, dann jedoch muss er sich darauf konzentrieren, der Mann zu sein, der er immer war. Denn die 19-jährige Tochter seines Bosses wird entführt. Er bittet Levon um Hilfe.
Levon setzt nun alles daran, die junge Frau, die in einer Bar verschwunden ist, zu finden. Dabei legt er sich mit der russischen Mafia an und geht über Leichen …
A Working Man – Eine Kritik
Stallone als Ko-Drehbuchautor, ein erfolgreicher Roman als Basis, Jason Statham in der Hauptrolle und die Regie von David Ayer. Eigentlich sollte da doch ein bisschen mehr als Mittelmaß herauskommen. Aber leider nicht. Sicher, der Film ist vielen Statham-Action-Vehikeln überlegen, aber auch nur, weil er nie zu hanebüchen wird. Stattdessen wird eine grundsolide Actiongeschichte erzählt, wie man sie schon oft – vielleicht zu oft – gesehen hat. Denn originell ist an dieser Story nichts.
Dafür überzeugt Statham mal wieder in einer schönen Actionrolle. Ein bisschen Gefühl darf er im Umgang mit seiner Tochter auch zeigen, in erster Linie geht es aber darum, mit Coolness Leute kalt zu machen. Aber mit fast zwei Stunden ist A WORKING MAN schon etwas arg lang geworden. Bei Levons Suche, dem Verhören von Gaunern und dem Kaltmachen derselben stellt sich so auch etwas Repetition ein.
Was dafür gefällt: Dass Jenny nicht als reines Opfer gezeichnet wird. Sie weiß sich durchaus zu wehren. Das ist im Grunde noch das Originellste an diesem Film.
Die Nebenrollen sind gut besetzt. Jason Flemyng spielt einen fiesen Mafia-Boss, der gar nicht glauben kann, dass er Jason Stathams Figur in die Hände fällt. Stathams blinder Kumpel wird von David Harbour gespielt (hier noch mit seinem THUNDERBOLTS-Bart) und Michael Peña ist Jennys Vater. Eine besonders undankbare Rolle, die dürfte der Mime wirklich nur für einen schnellen Gehaltsscheck angenommen haben.
Wer nur auf Action á la Statham aus ist, der ist hier gut bedient. Er spielt praktisch die immergleiche Rolle, aber das kann er zumindest sehr gut. Ergo: Ein durchaus gefälliger Actionfilm, nur darf man halt nicht zu viel davon erwarten.