Der Actionfilm „Mutiny“ startet am 27. August im Kino. Hier ist unsere Kritik zum Film mit Jason Statham.
Jason Statham bleibt seiner Linie treu. Nach SHELTER steht mit MUTINY bereits der nächste Actionfilm mit dem Briten an. Während er beim ersten noch ein wenig Gelegenheit bekam, seiner Figur emotionale Facetten zu verleihen, konzentriert sich der neue Film fast vollständig auf das, wofür sein Hauptdarsteller seit Jahren steht: finster dreinschauen, Schläge einstecken und Gegner möglichst effizient aus dem Weg räumen. Das ist nicht sonderlich anspruchsvoll, funktioniert innerhalb der gesteckten Grenzen aber ordentlich.

Mutiny: Zur Handlung – Bodyguard im Alleingang auf dem Frachtschiff
Cole Reed verdient sein Geld als Bodyguard. Als sein Freund und Auftraggeber bei einem Anschlag ums Leben kommt, will Reed herausfinden, wer dahintersteckt. Seine Nachforschungen bringen ihn auf ein Frachtschiff, auf das er sich heimlich begibt. Dort entdeckt er, dass in den Containern Menschen transportiert werden. Unterstützung erhält er von Angie Alice, die erst vor Kurzem zur Besatzung gestoßen ist. Gemeinsam wollen sie die Gefangenen befreien – allerdings haben der Kapitän und seine Männer etwas dagegen. Dummerweise für sie ist Reed im Alleingang gefährlicher als die komplette Crew.

Mutiny: Eine Kritik – Klassische Videotheken-Action im modernen Gewand
Bei Stathams jüngeren Actionproduktionen ändern sich Namen, Schauplätze und Gegner, das Grundprinzip bleibt jedoch nahezu identisch. Auch Reed entspricht exakt dem bekannten Statham-Typus. Er besitzt Polizei- und Militärerfahrung, behält selbst im größten Chaos die Kontrolle und scheint praktisch unverwundbar. Dadurch hält sich die Spannung in Grenzen, denn ernsthafte Zweifel an seinem Sieg kommen kaum auf. Dafür liefert Statham körperlich weiterhin zuverlässig ab. Vor allem die Nahkämpfe sind sauber inszeniert und besitzen ordentlich Wucht. Revolutionäres sollte niemand erwarten, wobei zumindest ein Vorhängeschloss ziemlich einfallsreich zweckentfremdet wird.
Annabelle Wallis darf als Angie ebenfalls kräftig austeilen, bleibt letztlich aber vor allem Reeds Begleiterin und Gesprächspartnerin. Beide Figuren erhalten pflichtschuldig eine belastende Vergangenheit, doch der Film hakt diese emotionalen Elemente so schnell ab, dass sie kaum Bedeutung entwickeln.
Ohnehin interessiert sich MUTINY wenig für Charakterzeichnung. Helden und Schurken erfüllen klar definierte Funktionen, die Handlung verbindet lediglich die einzelnen Actionszenen miteinander. Was dabei herauskommt, erinnert an jene schnörkellosen Genreproduktionen, die früher zuverlässig die Regale der Videotheken gefüllt hätten. Heute wäre Streaming vermutlich die passendere Heimat.
Aber wenigstens kennt Statham seine Stärken und versucht gar nicht erst, sein Publikum mit Experimenten zu überraschen.
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