That’s Why the Lady Is a Champ Filmkritik: Sydney Sweeney glänzt als schlagkräftige Box-Legende

Unser Urteil: Konventionelles, aber packendes Biopic über die außergewöhnliche Geschichte von Christy Martin. Sydney Sweeney trägt das 135-minütige Drama mit bemerkenswertem Körpereinsatz und enormer Präsenz.

Katy O’Brian (Lisa Holewyne), Sydney Sweeney (Christy Martin), Ben Foster (Jim Martin) © Tobis Film
4

Das Biopic „That’s Why the Lady Is a Champ“ startet am 3. September im Kino. Hier ist unsere Kritik zum Film mit Sydney Sweeney.

In den USA lief der Film nach ausgiebigem Festivaleinsatz im November letzten Jahres an. Obwohl nur 15 Millionen Dollar teuer, erwies er sich als Flop. In seiner Heimat spielte er nur 2,3 Millionen Dollar ein. Dass CHRISTY, so der Originaltitel, damit überhaupt noch zu einem deutschen Kinoeinsatz kommt, ist höchst überraschend, zumal es eine sehr amerikanische Geschichte ist. Zumindest dann, wenn man sich nicht für den Boxsport interessiert.

Wellen schlug der Film eigentlich nur, weil Schauspielerin Ruby Rose gegen Sydney Sweeney ätzte. Warum? Weil sie selbst gerne Christy Martin spielen wollte, aber eben nicht die Zugkraft hatte. Den Flop des Films führte Rose dann darauf zurück, dass Sweeney nicht queer ist, aber eine queere Person spielt. Christy Martin sprang Sweeney wiederum bei und erklärte, dass sie die perfekte Besetzung war und sie nicht glücklicher mit ihr sein könnte.

Sydney Sweeney (Christy Martin) © Tobis Film

That’s Why the Lady Is a Champ: Zur Handlung – Der steinige Weg an die Weltspitze

Im Jahr 1989 nimmt Christy an einem Boxkampf teil, hat eigentlich keine Ahnung, was sie tut, schlägt sich aber gut. Ein Promoter sieht sie und bietet ihr einen weiteren Kampf an, woraufhin er sie mit einem für ihn tätigen Trainer zusammenbringt, der alles daransetzt, Christy zur größten Boxerin aller Zeiten zu machen.
Alle wollen an Christy verdienen, während sie möglichst kleingehalten werden soll. Aber – wie es der Titel schon sagt – „the Lady is a Champ“, und der Film zeigt, warum.

That’s Why the Lady Is a Champ: Eine Kritik – Starkes Schauspiel und dramatische Schattenseiten

Sweeney legte 15 Pfund an Masse für den Film zu und ging mit vollem Körpereinsatz in diese Rolle. Sie trägt den Film auch. Es gibt mehrere Zeitsprünge, die zeigen, wie sich Christys Leben entwickelt hat, die aber auch nicht davor zurückschrecken, die Schattenseiten davon zu zeigen.

Sie wurde in einer Zeit groß, in der sie ihre lesbische Neigung verbergen musste und sogar heiratete – einen Mann, der sie später fast umbrachte.

Zudem musste sie für ihren Erfolg kämpfen, nicht nur im Ring, sondern vor allem außerhalb des Rings, weil sie von allen übervorteilt wurde. Das alles verpackt der Film in eine 135-minütige Handlung, die solide umgesetzt ist und auch zu interessieren vermag, wenn man nicht weiß, wer Christy Martin ist oder Kenntnisse über den (Frauen-)Boxsport hat.

Tipp: Mehr zum Film erfahrt ihr hier

Fazit: Sehenswertes, kraftvolles Biopic
Dies ist, wenn man so will, ein typisches, konventionelles Biopic. Nichts wirklich Besonderes, aber gut.
4