Der Horrorfilm „Thrash“ startete am 10. April bei Netflix. Hier ist unsere Kritik zum Film mit Phoebe Dynevor.
Tommy Wirkola ist ein Mann fürs Grobe – das hat er mit seinen beiden Nazi-Zombie-Filmen DEAD SNOW und der Fortsetzung gezeigt. Dass er auch Mainstream kann, stellte er dann mit HÄNSEL UND GRETEL: HEXENJÄGER unter Beweis. Mit THRASH begibt er sich nun auf das Terrain des Hai-Films. Eines, in dem es besonders viele Rohrkrepierer gibt, aber auch wenn Wirkola das Rad nicht neu erfindet, ist sein Mix aus Katastrophen- und Tierhorrorfilm zumindest eines: solide.

Thrash: Zur Handlung – Wenn die Flut den Tod bringt
Ein Hurricane erreicht die amerikanische Küste, lässt die Deiche brechen und überflutet die Kleinstadt Annieville. Die meisten Menschen haben sich bereits in Sicherheit gebracht, die, die noch dort sind, müssen nun aber ums Überleben kämpfen, und das nicht nur wegen der Fluten, sondern vor allem wegen dem, was mit ihnen kommt: eine ganze Schar von Bullenhaien.
Thrash: Eine Kritik – ‚Crawl‘ lässt grüßen
Wirkola orientiert sich weniger an DER WEISSE HAI, an dem sich alle Hai-Filme messen lassen müssen. Mehr noch erinnert an Alexandra Ajas CRAWL, in dem eine Frau gegen einen Alligator kämpfen musste. Zugleich gestaltet er seinen kurzen und damit knackigen Film aber auch als Vertreter des Katastrophen-Genres. Wie die Flut über die Stadt einherbricht, wie Phoebe Dynevors (BRIDGERTON) Figur schwanger in einem Auto eingeklemmt wird, wie ein Haus mit Kids überschwemmt wird, das alles ist Teil des Katastrophenfilmbaukastens. Nichts, was neu wäre, aber in der Kombination funktioniert.
Dabei konzentriert sich der Film vor allem auf die schwangere Lisa und die junge Dakota, die sie retten muss, und auf drei Kids (eines davon FURIOSA Alyla Browne), deren Pflegeeltern nicht evakuieren wollten, dafür aber einen hohen Preis bezahlen. Der Film ist nicht übermäßig brutal, die Hai-Effekte sind jedoch gelungen, auch und gerade, weil es keine so großen Tiere sind, weswegen sie mehr als einmal ein Opfer angreifen.
Der rund um das australische Melbourne gedrehte Film sollte von Sony ursprünglich ins Kino gebracht werden, wurde dann jedoch an Netflix verkauft. Dort hat er auch ein gutes Heim gefunden. Sagen wir einfach: Fürs Kino wäre das ein bisschen wenig gewesen, als Streaming-Film ist er gut für einen ordentlichen Feierabend.



