Die Western-Serie „Lucky Luke“ startete am 23. März bei Disney+. Hier ist unsere Kritik zur Serie.
Eine Hommage an Morris und Goscinny ist am Anfang der neuen Realserie LUCKY LUKE zu lesen. Das soll wohl jedwede Kritik entkräften, denn die Serie macht sich gar nicht erst die Mühe, ein paar der originalen Comic-Geschichten zu adaptieren, sondern zieht ihr eigenes Ding durch, wobei man nie sicher sagen kann, ob die Show nun ernsthaft oder humoristisch sein soll – am Ende ist sie nichts davon.
Lucky Luke: Zur Handlung – Schlangenbisse und Gedächtnisverlust
Lucky Luke soll sich einem Duell stellen, sein Problem ist aber, dass eine Schlange ihn in die Hand gebissen hat. So schnell ziehen kann er darum nicht mehr, erhält aber Hilfe von einem Mädchen, das wiederum seine Hilfe benötigt. Denn es sucht seine Mutter, die Luke vor langer Zeit kannte.
Die Suche ist allerdings alles andere als leicht. Es wird auch Joe Daltons Hilfe benötigt, nur leidet der unter Amnesie. Und dann ist auch noch Billy the Kid dabei, der mittlerweile erwachsen ist und von niemandem mehr erkannt wird …
Lucky Luke: Eine Kritik – Ein Multiversum-Experiment, das scheitert
Dieser Westen ist dreckig, Luke ist es auch. Man könnte meinen, sich in einem Italo-Western wiederzufinden, was passt, es wurde ja auch im spanischen Almeria gedreht, wo viele europäische Western entstanden sind. Blut gibt es auch und so stellt sich das Feeling ein, dies wolle wohl eine ernsthafte Version von Lucky Luke sein. Dann gibt es aber wieder Wortwitz, der mal mehr, mal weniger funktioniert, und Einlagen, die in Richtung Slapstick gehen. Man weiß letztlich nie so genau, was diese Serie jetzt eigentlich sein will, und es wirkt, als wüsste sie selbst das auch nicht.
Ja, Elemente der Comics sind vorhanden, aber man muss sich angesichts der wenig originellen Geschichte schon fragen, wieso die Macher nicht einfach ein paar der Comic-Klassiker adaptiert haben. Das hätte reizvoll sein können, vor allem aber auch lustig, und das auf eine vielschichtige Art und Weise.
So jedoch präsentiert sich die Serie als eine Art Multiversumversion von LUCKY LUKE. Das, was dabei herauskommt, wenn Leute am Werk sind, die auf Biegen und Brechen versuchen, die Formel neu zu erfinden. Im Grunde macht die neue Serie falsch, was auch die anderen Realfilmversionen schon nicht gebacken bekamen – der komischen Vorlage gerecht zu werden.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
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Ist die Serie für Kinder geeignet? Durch den dreckigen Look und einige blutige Szenen richtet sich die Serie eher an ein älteres Publikum als die Zeichentrickfilme.
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Kommen die Daltons vor? Ja, allerdings steht vor allem Joe Dalton im Fokus, der in dieser Version unter Amnesie leidet.
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Adaptiert die Serie die Comics? Nein, es handelt sich um eine eigenständige Geschichte, die lediglich bekannte Charaktere und Elemente verwendet.
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Gibt es Rantanplan und Jolly Jumper? Jolly Jumper ist natürlich dabei, aber die Serie setzt insgesamt auf einen realistischeren Ton als die Vorlage.



