Der Thriller „Crime 101“ startet am 12. Februar im Kino. Hier ist unsere Kritik zum Film mit Chris Hemsworth und Mark Ruffalo.
Der Flug über die auf dem Kopf stehende Stadt schafft Stimmung – seit Drohnen verstärkt im Einsatz sind, werden solche Upside-Down-Panoramen gerne genutzt. Hier zeigt sich L.A. von seiner nächtlichen Seite, danach sieht man, wie Chris Hemsworth sich vorbereitet. Gleich danach legt der Film richtig los!

‚Crime 101‘: Zur Handlung – Die Jagd auf das Phantom
Mike überfällt einen Diamanten-Kurier. Sauber, effizient, ohne dass jemand zu Schaden kommt, am wenigsten er selbst. Das ist nicht sein erstes großes Ding, er ist der 101-Räuber, der entlang des Freeways durch Los Angeles schon einige hochkarätige Ziele überfallen hat. Lou, ein Detective, ist hinter ihm her, aber keiner der Kollegen will seiner Theorie glauben, dass es sich nur um einen Mann handelt.
Hineingezogen in das alles wird Sharon, die seit Jahren ein hohes Tier bei einer Versicherung ist, aber der die verdiente Partnerschaft immer wieder vorenthalten wird. Und dann ist da noch ein Mann auf einem Motorrad, der Mike nicht aus den Augen lässt …
Crime 101′: Eine Kritik – Schauspielgold in den Straßen von L.A.
Bart Laytons Film basiert auf der Novelle von Don Winslow, die als Teil mehrerer Geschichten im Band „Broken“ enthalten ist. Aus dieser Vorlage macht Layton als Autor einen packenden Film, der in seinen besten Momenten an Michael Manns HEAT erinnert, nur dass er am Ende in seiner Konsequenz weniger grimmig ist. Dafür lebt der Film von fein austarierten Figuren, von dem Räuber, der wie ein Phantom lebt, von der Frau, für die er sich interessiert, von der Versicherungsangestellten, die von den Männern klein gehalten wird, von dem Polizisten, der seinen eigenen Weg geht und von einem jungen Gauner, der keinem moralischen Kodex folgt – letzteres eine tolle Rolle für Barry Keoghan.
Chris Hemsworth trägt den Film. Er ist ein Enigma, über seine Figur weiß man so gut wie nichts. Da geht es einem nicht anders als der von Monica Barbero gespielten Maya, an der Mike interessiert ist. Am zugänglichsten ist Mark Ruffalos Polizist (der Schauspieler ersetzte übrigens kurzfristig Pedro Pascal), weil er ein Leben führt, mit dem man als Zuschauer am ehesten Anschlusspunkte hat.
CRIME 101 ist kühl inszeniert, fokussiert, Immer darauf geeicht, die Handlung voranzutreiben, hin zu einer Situation der Eskalation. Aber bis die kommt, gibt es Schauspielgold. Momente, die im Gedächtnis bleiben, allen voran das erste Treffen der Figuren von Ruffalo und Hemsworth, dessen Dialog vor Subtext trieft, und das umso mehr, weil nur einem der beiden klar ist, wer der andere ist.
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