‚Primate‘ Filmkritik: Blutiger Überlebenskampf im Swimmingpool – Auf den Affen gekommen

Unser Urteil: Solider Tierhorror mit Retro-Charme – Wenn der Schimpanse zum Slasher-Killer wird

Szene aus dem Horrorfilm Primate (c) 2025 Paramount Pictures
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Der Horrorfilm „Primate“ startet am 29. Januar im Kino. Hier ist unsere Kritik zum Film

Mit mörderischen Tieren kennt Autor und Regisseur Johannes Roberts sich aus – er hat auch die beiden 47 METERS DOWN-Filme mit Haien inszeniert. Der zweite Teil mutet gar an, als könnte er nicht unweit von PRIMATE spielen. Bei dem Film ließ sich Roberts von Stephen Kings CUJO inspirieren.

Szene aus dem Horrorfilm Primate (c) 2025 Paramount Pictures

‚Primate‘: Zur Handlung – Eingekesselt im eigenen Pool

Lucy kommt mit ihren Freunden nach Hause zu ihrem Vater, einem Primaten-Forscher, der mit Ben einen zahmen Schimpansen im Haus hat. Der Vater muss auf eine Lesung seines neuen Buchs, während der Schimpanse Ben erstmals tötet. Er wurde mit Tollwut infiziert und versucht nun, Lucy und ihre Freunde zu töten. Die retten sich in den Swimming Pool, weil Affen nicht schwimmen können.

Aber Ben hat Zeit und die Menschen im Pool suchen nach Möglichkeiten, Hilfe zu holen …

‚Primate‘: Eine Kritik – Praktische Effekte treffen auf Freddy Krueger

Das Rad erfindet PRIMATE nicht neu. Oder anders gesagt: Der Film verläuft genauso, wie man das von Tierhorrorstreifen her kennt. Inklusive einiger nicht ganz smarter Entscheidungen der Protagonisten. An denen kann man sich aufhängen, aber man sollte sich auch fragen: Ist es denn wirklich so, dass Menschen sich immer logisch verhalten? Und dann noch in einer Ausnahmesituation?

Am besten sieht man darüber hinweg, dass nicht alles rund läuft, denn die 90 Minuten sind flott gestaltet und lassen keinen Leerlauf aufkommen. Es dauert nicht lange, bis Ben ausflippt und ab da nutzt der Film die Kraft des Primaten, um einige seiner Opfer durchaus recht blutig aus dem Leben zu befördern. Die praktisch unbekannten Schauspieler schlagen sich ordentlich, der eigentliche Star ist der Affe. Ein echter ist es nicht, CGI ist es auch nur vereinzelt, vor allem setzte Roberts auf praktische Effekte.

Ben wird von einem Schauspieler, Miguel Torres Umba, gespielt, und das Filmteam nutzte Prothesen und Puppenspiel, um ihn in ein überzeugendes, furchteinflößendes Tier zu verwandeln. „Wir haben all diese Animatronics und so weiter gebaut – es gab bestimmt eine Million verschiedener Dinge, die wir dafür verwendet haben. Wenn jemand von euch schon einmal ein Behind-the-Scenes von CUJO gesehen hat und all die unterschiedlichen Varianten, die dort zum Einsatz kamen – genau so war das. Ich könnte ewig darüber reden, welche verrückten Sachen wir alles gekauft haben, aber für mich war das Wichtigste, dass er eine Persönlichkeit haben musste. Ich wollte, gewissermaßen, fast so etwas wie Freddy Krueger.“

Das ist ihm auch gelungen, denn der Affe ist einigermaßen intelligent – und fies. Es gibt eine Szene, da agiert er, wie Ghostface im ersten SCREAM-Film, als er die Schlüssel für ein Auto hat, in dem sich eines seiner Opfer versteckt.

Wir haben bereits über PRIMATE berichtet:

Killer-Schimpanse außer Kontrolle: Der erste Trailer zu Johannes Roberts Survival-Horror „PRIMATE“ ist da

Kinostart-Verschiebungen: MERCY & PRIMATE tauschen die Starttermine

 

Fazit: Ein blutiger Snack für Genre-Fans
Nicht überragender, aber solider Film, mit dem man durchaus Spaß haben kann, wenn man die Messlatte nicht zu hoch ansetzt, aber das sollte man bei Tierhorror eh eher selten tun …
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